
Landammann Christian Arnold mit Anna Julia Staehelin Programmleiterin «Ge-sund ins Alter», Papilio – Gesundheitsförderung Uri
Anfang Januar ist das Aktionsprogramm «Gesund ins Alter» im Kanton Uri in eine weitere vierjährige Programmphase gestartet. Es knüpft an die seit 2018 im Kanton Uri laufenden Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Prävention im Alter an und umfasst eine Vielzahl von Massnahmen und Projekten für ältere Erwachsene. Umgesetzt wird das Programm durch die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri; finanziert wird es durch den Kanton und Gesundheitsförderung Schweiz.
Ältere Bevölkerung: zunehmend wichtige Zielgruppe für Gesundheitsförderung und Prävention
Der demografische Wandel macht sich auch im Kanton Uri bemerkbar: Die Zahl der Menschen über 65 Jahre nimmt stetig zu. Damit gewinnen Gesundheitsförderung und Prävention im Alter zunehmend an Bedeutung. Das kantonale Aktionsprogramm «Gesund ins Alter» verfolgt die Vision, dass die ältere Bevölkerung möglichst lange mit hoher Lebensqualität selbstbestimmt, aktiv und sozial eingebunden leben kann.
Der Kanton Uri engagiert sich seit 2008 mit kantonalen Aktionsprogrammen in der Gesundheitsförderung und Prävention. Seit 2018 richtet sich das Programm «Gesund ins Alter» gezielt an ältere Menschen. Ergänzt wird dieses Engagement durch ein weiteres kantonales Aktionsprogramm mit der Zielgruppe «Kinder und Jugendliche». Gemeinsam stärken die beiden Programme die Gesundheitsförderung und Prävention im Kanton über verschiedene Lebensphasen hinweg.
Gesundheitsdirektor Christian Arnold ist es ein wichtiges Anliegen, die Gesundheit der Urner Bevölkerung zu erhalten und zu fördern: «Mit dem kantonalen Aktionsprogramm «Gesund ins Alter» werden verschiedene Massnahmen umgesetzt, die ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Altern im Kanton Uri unterstützen. In der neuen Programmphase 2026 bis 2029 wird das bisherige Engagement konsequent weitergeführt.»
Schwerpunkte der neuen Programmphase
Auch in der neuen Programmphase setzt das Aktionsprogramm «Gesund ins Alter» Schwerpunkte in den Bereichen ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und psychische Gesundheit. Das Programm ist breit abgestützt und arbeitet mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern der Altersarbeit zusammen, darunter Pro Senectute Uri, der SRK Kantonalverband Uri, sowie mit medizinischen Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen.
Bewährte Angebote werden weitergeführt, darunter das Erzählcafé. Erzählcafés sind moderierte Gesprächsrunden, in denen persönliche Lebenserfahrungen geteilt werden. Eine nationale Evaluation1 zeigt, dass solche Erzählcafés die soziale Teilhabe älterer Menschen stärken und damit einen wirksamen Beitrag zur psychischen Gesundheit im Alter leisten.
Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die Sturzprävention. Stürze gehören zu den häufigsten und folgenschwersten Unfallereignissen im Alter. Laut der Schweizerischen Gesundheitsbefragung[2, 3] (2022) ist rund ein Viertel der 65- bis 79-Jährigen im vergangenen Jahr mindestens einmal gestürzt; bei den über 80-Jährigen betrifft dies rund ein Drittel der Befragten. Stürze können die Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und verursachen zudem hohe volkswirtschaftliche Kosten. Fachliche Analysen4 zeigen, dass gezielte präventive Massnahmen das Sturzrisiko wirksam reduzieren können. Die Gesundheitsförderung Uri setzt dabei auf ein breites Bündel an präventiven Massnahmen, das Information, Sensibilisierung und Bewegungsförderung verbindet. Dazu gehören unter anderem Schulungen und Referate für ältere Menschen und medizinisches Fachpersonal, nationale Kampagnen zur Sturzprävention sowie öffentlichkeitswirksame Angebote. Diese Massnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter und können zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen.
Ergänzend dazu werden neue Massnahmen umgesetzt. Unter anderem partizipative Projekte in Zusammenarbeit mit interessierten Gemeinden. Dabei werden ältere Menschen sowie lokale Akteurinnen und Akteure in die Planung und Umsetzung einbezogen, um bedarfsorientierte Angebote zu entwickeln. «Es ist wichtig, die ältere Bevölkerung nicht nur zu erreichen, sondern sie aktiv in Prozesse einzubeziehen. Ihre Erfahrungen und Ressourcen sind ein grosser Gewinn für die Gesellschaft.», so Anna Julia Staehelin, Programmleiterin des kantonalen Aktionsprogramms «Gesund ins Alter».
Das kantonale Aktionsprogramm wird durch die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri umgesetzt, die in Papilio integriert ist. Finanziert wird das Aktionsprogramm durch den Kanton und Gesundheitsförderung Schweiz.
Weiter Informationen unter www.gesundheitsfoerderung-uri.
