Vorhaben «Schulen für alle»: Bausteine nach dreijähriger Entwicklungsphase angepasst

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Mit «Schulen für alle» entwickelt der Kanton die Volksschule bis 2035 weiter und setzt neue Akzente bei deren Ausgestaltung. Nun zeigt sich, dass die vorgegebene Themenvielfalt in der Umsetzung an den Schulen zu ambitioniert ist. Deshalb passt das Bildungs- und Kulturdepartement die Prioritäten an.

Das Schulentwicklungsvorhaben «Schulen für alle» startete vor knapp drei Jahren. Es umfasst fünf Entwicklungsschwerpunkte, welche in Bausteinen konkretisiert sind. Bausteine sind für Schulen aufbereitete Themen für alle Entwicklungsebenen. Sie ermöglichen den Schulteams, das jeweilige Vorhaben zielorientiert, strukturiert und partizipativ anzugehen und umzusetzen. Während einige Bausteine für Schulen zwingend innerhalb gewisser Fristen umgesetzt werden müssen, können andere bedarfsgerecht von Schulen ausgewählt werden. Gemeinsam mit Schulleitenden, Bildungskommissionen und Mitarbeitenden legte die Dienststelle Volksschulbildung (DVS) die in Bausteinen zu bearbeitenden Themen fest. Die Bausteine wurden priorisiert und drei zeitlichen Bearbeitungsphasen zugeordnet.

Während des bisherigen Verlaufs des Vorhabens machten die Schulleitungen unterschiedliche Rückmeldungen, was die Umsetzung und Fokussierung der einzelnen Bausteine von «Schulen für alle» sowie die personellen und zeitlichen Ressourcen betrifft. Zudem seien nicht in allen Schulen dieselben Bausteine von gleich grosser Bedeutung.

«Massgeschneiderte Anpassungen ermöglichen»
Im März hat nun der Projektausschuss in Zusammenarbeit mit der DVS-Geschäftsleitung die Grobplanung des Vorhabens angepasst und die angesprochenen Kritikpunkte der Schulleitungen aufgenommen.

«Wir wollen mit dem Vorhaben den Schulen einen Mehrwert bieten, die Implementierung der Bausteine soll gewinnbringend im Schulalltag umgesetzt werden können», erklärt Bildungs- und Kulturdirektor Dr. Armin Hartmann, der die Überarbeitung in Auftrag gegeben hatte. «Die Rückmeldungen der Verantwortlichen zeigen uns klar: weniger ist mehr – lieber wenige Bausteine vertieft erarbeiten und für eine nachhaltige Implementierung sorgen», so Regierungsrat Hartmann weiter.

Somit wird auf jene Bausteine verzichtet, welche weniger als 45 Prozent der Schulleitenden als relevant für die Bearbeitung bis 2035 erachteten, beispielsweise schulartengemischte Sekundarschule oder Epochenunterricht. Gewisse Themen werden neu in andere Bausteine integriert, so der flexible Einsatz von Lehrpersonen, der Einsatz für die individuelle Förderung oder die digitalen Instrumente zur Beurteilung und Förderung. Zudem solle das Thema Qualitätssicherung oder die Nutzung von Leistungsdaten in den verschiedenen Bausteinthemen integriert und nicht isoliert bearbeitet werden.

«Schulen für alle»
«Schulen für alle» ist ein langfristig angelegtes Schulentwicklungsvorhaben. Es hat zum Ziel, die Schulqualität weiter zu vertiefen, damit die Volksschule stark und zukunftsorientiert bleibt. Kinder und Jugendliche sollen dort zu verantwortungsbewussten und selbstständigen Menschen heranwachsen. «Schulen für alle» startete 2023 und dauert bis 2035 (Mitteilung vom 17. Oktober 2023).


Anhang
Website Schulen für alle


Strategiereferenz
Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich Bildung gemäss Kantonsstrategie.