
Sankturbanhof Sursee
Sandra Bucheli und Michael Kempf übernehmen ab 1. Juli 2026 die Leitung des
«Sankturbanhofs». Sie sollen die laufende Neuausrichtung des Hauses hin zu einem
offenen, partizipativen Kulturort für die Region gemeinsam mit dem Stiftungsrat
weiterentwickeln und operativ umsetzen.
Das Museum Sankturbanhof an der Theaterstrasse 9 in Sursee ist seit über 20 Jahren ein
Mehrspartenhaus zwischen Kunst, Kultur, Geschichte und Gegenwart. Ab dem 1. Juli 2026
übernehmen Sandra Bucheli und Michael Kempf die Leitung in Co-Verantwortung. Beide
verfügen über langjährige Erfahrung in Museumsbetrieben, Projektmanagement, Kunst- und
Kulturvermittlung und Ausstellungspraxis.
Michael Kempf, wohnhaft in Zürich, war zuletzt als Projektleiter und Kurator für das
Landesmuseum Zürich tätig. Zuvor arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im
Naturmuseum Thurgau. Sandra Bucheli aus Luzern leitet derzeit das Regionalmuseum der
Rigi-Gemeinden in Vitznau und ist Kunstvermittlerin in der Stadt Zug. Beide werden in einem
80-Prozent-Pensum für den Sankturbanhof arbeiten.
«Der Stiftungsrat ist überzeugt, mit Sandra Bucheli und Michael Kempf ein Leitungsteam
gefunden zu haben, die den Sankturbanhof fachlich fundiert und mit Blick auf die
anstehenden Entwicklungen weiterführen kann», sagt Judith Studer-Niederberger, Präsidentin
der Stiftung Sankturbanhof.
- Sandra Bucheli
- Michael Kempf
Das Museum Sankturbanhof ist in einer Phase der Neuausrichtung. Nach einer
Standortbestimmung hat der Stiftungsrat entschieden, den «Sankturbanhof» künftig stärker
auf die regionale Bevölkerung auszurichten. Die Angebote sollen einfacher zugänglich sein
und sich an den Interessen vor Ort orientieren. Geplant sind vermehrt Formate, die
gemeinsam mit verschiedenen Gruppen entwickelt werden. «Unsere Vision ist ein Museum,
bei dem alle Interessierten mitarbeiten und eigene Projekte einbringen können. Der Fokus
liegt auf der aktiven Beteiligung möglichst vieler Menschen mit unterschiedlichen
Hintergründen.» Themen aus dem Alltag, die Geschichte der Stadt und Region sowie
gesellschaftliche Entwicklungen sollen dabei stärker in den Fokus rücken.
Regionale Identität stärken
Wie das künftige Programm konkret aussehen wird, wird gemeinsam mit den neuen
Leitungspersonen entwickelt und definiert. «Das Betriebs- und Nutzungskonzept wird in den
kommenden Monaten weiter verfeinert. Inhaltliche Schwerpunkte und konkrete Projekte
werden dabei schrittweise angegangen», sagt Judith Studer-Niederberger. Die Umsetzung
soll etappenweise erfolgen: 2026 steht im Zeichen der Planung und des Aufbaus. Ab 2027
werden erste Elemente realisiert. Der reguläre Betrieb nach neuem Konzept ist ab 2028
vorgesehen. Klar ist schon jetzt: «Das künftige Angebot soll vielfältig zugänglich und nah an
den Interessen der Bevölkerung sein», so Judith Studer-Niederberger. «Wir verstehen uns als
eine lebendige Kulturinstitution und nicht ausschliesslich als klassischen Museumsbetrieb.
Kunst wird in diesem Setting weiterhin einen Platz haben.» Angedacht ist beispielsweise,
dass es eine Kombination aus einer jährlich stattfindenden thematischen Ausstellung mit
ergänzenden Formaten geben wird. Dazu gehören unter anderem kleinere Pop-up-
Ausstellungen, Workshops, Rundgänge und Veranstaltungen zu ganz unterschiedlichen Themen. Diese Angebote sollen sich gezielt an verschiedene Gruppen wie Familien,
Schulklassen, Vereine oder Seniorinnen und Senioren richten. Ergänzend sind im Haus
niederschwellige Nutzungen vorgesehen. Geplant sind beispielsweise frei zugängliche Räume
zum Mitmachen und Verweilen sowie ein einfaches Gastronomieangebot mit
Aufenthaltsmöglichkeiten für den Austausch oder zum Arbeiten. Damit soll der Sankturbanhof
verstärkt als Begegnungsort funktionieren, die regionale Identität stärken – und allen offen
stehen.
So ist der «Sankturbanhof» organisiert
Seit über 20 Jahren ist der «Sankturbanhof» ein Mehrspartenhaus zwischen Kunst, Kultur,
Historie und Gegenwart. Verantwortlich für den Betrieb des Museums Sankturbanhof sowie
den Unterhalt des Hauses und der Sammelgüter ist die Stiftung Sankturbanhof. Die Aufgaben
sind in einer Leistungsvereinbarung mit der Stadt Sursee geregelt. Unter anderem pflegt und
organisiert die Stiftung die städtischen Sammlungen. Die Stadt Sursee finanziert den
allergrössten Teil des Museumsbetriebs. Daneben beteiligen sich Nachbarsgemeinden und
Private am «Sankturbanhof».



