DigiBauPro: Neue Software als Basis für zeitgemässen Baubewilligungsprozess

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Staatskanzlei Luzern

Durchgehend digital – so soll das Baubewilligungsverfahren in Zukunft sein. Denn der Baubewilligungsprozess gestaltet sich durch die steigende Komplexität der Verfahren zunehmend langwieriger. Mit dem Projekt Beschleunigung und Digitalisierung Baubewilligungsprozess (DigiBauPro) will der Kanton Luzern das Baubewilligungswesen modernisieren. Der Regierungsrat hat die Projektkosten für die kommenden zehn Jahre genehmigt. Mit dem Entscheid für eine Software wurde zudem die technische Grundlage für einen vereinfachten und digitalisierten Baubewilligungsprozess gelegt.

Mit dem Projekt «Beschleunigung und Digitalisierung Baubewilligungsprozess (DigiBauPro)» verfolgt der Kanton Luzern das Ziel, das Baubewilligungswesen zukunftsfähig auszurichten. Das heisst, das Baubewillligungsverfahren soll durchgehend digitalisiert und rechtliche Grundlagen sollen verschlankt werden. Dies soll im Zusammenspiel mit allen Beteiligten – wie Planenden, Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieuren, Gemeinden, Fachstellen, Verbänden, kantonalen Mitarbeitenden – geschehen. Dadurch werden Abläufe vereinfacht, die Transparenz im Verfahren erhöht und die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten verbessert. Während der kommenden zehn Jahre fallen für die Projektumsetzung von «DigiBauPro» insgesamt rund 9 Millionen Franken an, einschliesslich Kosten für die Migration, Wartung und Weiterentwicklung. Der Regierungsrat hat nun die Projektkosten genehmigt.

Entscheid für praxiserprobte Software

Die bisher eingesetzte Softwarelösung im Baubewilligungsprozess hat das Ende des Lebenszyklus erreicht. Der Software-Ersatz wurde in einem öffentlichen Beschaffungsverfahren ausgeschrieben. Der Entscheid fiel anhand breit abgestützter Zuschlagskriterien auf die etablierte und praxiserprobte Open-Source-Software INOSCA. Die Konzeption für die technische Implementierung soll ab September 2026 mit dem IT-Dienstleister Adfinis beginnen. Anschliessend wird die neue Software mit ausgewählten Gemeinden getestet, bevor sie schrittweise im gesamten Kanton eingeführt wird. Die Plattform soll gemeinsam mit Gemeinden, Verbänden und weiteren Anspruchsgruppen weiterentwickelt und an neue fachliche, technische und gesetzliche Anforderungen angepasst werden. Mit der neuen Software schafft der Kanton Luzern die Grundlage für einen vereinfachten, digitalen und zeitgemässen Baubewilligungsprozess. Die Gemeinden werden im September 2026 im Rahmen einer Roadshow über die wichtigsten Punkte informiert.

Austausch mit Verbänden und Organisationen intensiviert
Eine von Regierungsrat Fabian Peter eingesetzte verwaltungsinterne Taskforce beurteilt seit Mitte März 2026 Einzelfälle aus dem Baubewilligungswesen mit Schwerpunkt auf Vorhaben ausserhalb der Bauzonen und vor dem Hintergrund des bundesrechtlichen geltenden Vorrangs der Landwirtschaft in der Landwirtschaftszone. In den vergangenen Monaten verschaffte sich die Taskforce einen Überblick über verschiedene Fälle dazu. Dabei konnten bei mehreren Fällen, insbesondere dort, wo Interessen von Landwirtschaft und Umwelt aufeinandertrafen, dank einer sorgfältigen Interessenabwägung und der Nutzung des gesetzlichen Spielraums bestehende Beurteilungen bestätigt oder neue Lösungen gefunden werden. Informationen rund um die Taskforce gibt es auf baurecht.lu.ch.

Des Weiteren soll der Austausch mit Verbänden und Organisationen, die in den Baubewilligungsprozess involviert sind, intensiviert werden. Ein entsprechender Austausch fand am 30. Juni 2026 statt. Verbände, Organisationen und Gemeinden haben einen wichtigen Anteil daran, wenn es um die Qualität und Vollständigkeit von Baugesuchen geht. Insbesondere dadurch kann das Verfahren nachhaltig beschleunigt werden.

 


Strategiereferenz
Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich
– Digitaler Wandel
gemäss Kantonsstrategie


Anhang
Webseite Informationen zu DigiBauPro