Die Dienststellen im Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern werden neu organisiert. Per 1. Januar 2028 wird die Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug in die beiden Dienststellen «Justizvollzug» und «Bevölkerungsschutz» aufgeteilt. Gleichzeitig werden das Staatsarchiv und das Handelsregister organisatorisch neu zugeordnet. Mit der Reorganisation schafft der Regierungsrat die Voraussetzungen, um die Organisation gezielt auf die künftigen Herausforderungen auszurichten.
Die zunehmenden Herausforderungen im Justizvollzug sowie die veränderte sicherheitspolitische Lage haben das Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) veranlasst, seine Organisationsstruktur umfassend zu überprüfen. Gestützt auf diese Analyse hat der Regierungsrat beschlossen, den Justizvollzug und den Bevölkerungsschutz organisatorisch zu entflechten sowie das Handelsregister und das Staatsarchiv den Departementen zuzuordnen, zu deren Aufgaben sie thematisch am besten passen.
Klare Zuständigkeiten für Justizvollzug und Bevölkerungsschutz
Justizvollzug und Bevölkerungsschutz erfüllen unterschiedliche Aufgaben und stehen vor zunehmend anspruchsvollen Herausforderungen. Die organisatorische Trennung schafft klare Zuständigkeiten und ermöglicht beiden Bereichen, sich gezielt auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. Bestehende Synergien bei den Querschnittsaufgaben und der gemeinsamen Infrastruktur bleiben erhalten. So kann die Reorganisation mit möglichst geringem Mehraufwand umgesetzt werden.
«Mir ist wichtig, dass unsere Dienststellen sinnvoll und effizient aufgestellt sind und sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Mit der Reorganisation schaffen wir dafür die richtigen Voraussetzungen», sagt Ylfete Fanaj, Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartementes.
Im Zuge der Reorganisation wird zudem der Kantonale Führungsstab (KFS) weiter professionalisiert und organisatorisch dem künftigen Bevölkerungsschutz zugeordnet. Ziel ist es, die Führungs- und Krisenorganisation des Kantons für allfällige Ereignisse und Krisen zu stärken.
Staatsarchiv und Handelsregister werden thematisch neu zugeordnet
Das Staatsarchiv wechselt zur Dienststelle Kultur im Bildungs- und Kulturdepartement (BKD), das Handelsregister zur Dienststelle Raum und Wirtschaft (rawi) im Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement (BUWD). Beide Abteilungen und ihre Mitarbeitenden werden als Ganzes übernommen.
Das Handelsregister führt die offiziellen Informationen über Unternehmen und trägt damit zur Rechtssicherheit im Geschäftsverkehr bei. Mit der Zuordnung zur Dienststelle Raum und Wirtschaft wird es dort angesiedelt, wo bereits heute zentrale wirtschaftsbezogene Aufgaben wahrgenommen werden. Das Staatsarchiv erfüllt den gesetzlichen Auftrag, das kulturelle und historische Erbe des Kantons zu sichern und zugänglich zu machen. Die Eingliederung in die Dienststelle Kultur stärkt die Zusammenarbeit in den Bereichen Archivierung, Kulturerbe und Vermittlung.
«Mit der neuen Zuordnung stärken wir die fachliche Verankerung des Staatsarchivs und des Handelsregisters. Beide Bereiche erhalten ein organisatorisches Umfeld, das ihren Aufgaben entspricht und ihre Weiterentwicklung langfristig unterstützt», sagt Regierungsrätin Ylfete Fanaj.
Der Regierungsrat ist überzeugt, dass die neue Struktur die kantonale Verwaltung zukunftsfähig stärkt und die Dienststellen konsequent auf ihre Kernaufgaben ausrichtet. Die Änderungen treten am 1. Januar 2028 in Kraft, verursachen keine Mehrkosten und erfolgen im Rahmen der Organisationskompetenz des Regierungsrats.
Strategiereferenz
Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich
– Globalisierung / Bildung / Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft / Kultur
– Digitaler Wandel
– Gesellschaftlicher Wandel
gemäss Kantonsstrategie

