Entlebuch: Regierung genehmigt Gesamtrevision der Ortsplanung mit Änderungen und Ausnahmen
An der Gemeindeversammlung vom 25. Juni 2024 und an der Urnenabstimmung vom 24. November 2024 beschlossen die Stimmberechtigten der Gemeinde Entlebuch eine Gesamtrevision der Ortsplanung, bestehend aus dem Bau- und Zonenreglement (BZR), dem Zonenplan «Siedlung Dorf», dem Zonenplan «Siedlung Ortsteile Althus, Baumgarten, Ebnet, Finsterwald, Gfellen, Schwändi, Feldmoos», dem Zonenplan «Landschaft» und zwei Baulinienplänen. Der Regierungsrat hat die Gesamtrevision der Ortsplanung, die grösstenteils im Einklang mit den übergeordneten Erlassen und der Richtplanung steht und namentlich die neuen Baubegriffe der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) einführt, mit einzelnen Anordnungen und Änderungen genehmigt. Nicht genehmigt wurde überdies die Festlegung der Freihaltezone Wildtierkorridor sowie des «Übrigen Gebiets C». Diese sind zusammen mit der Festlegung der Gewässerräume ausserhalb der Bauzone erneut öffentlich aufzulegen, von den Stimmberechtigten zu beschliessen und dem Regierungsrat zur Genehmigung einzureichen. Die gegen die Gesamtrevision der Ortsplanung erhobene Verwaltungsbeschwerde hat der Regierungsrat abgewiesen.
Root: Geschiebesammler am Chlausbach wird ausgebaut
Der Chlausbach in der Gemeinde Root transportiert bei Hochwasser grosse Mengen an Geröll und Steinen, sogenanntes Geschiebe. Besonders im Siedlungsgebiet kann dieses Material Brücken und Durchlässe verstopfen, sodass Wasser über die Ufer tritt. Der bestehende Geschiebesammler oberhalb des Siedlungsgebiets ist zu klein und soll ausgebaut werden. Die Rückhaltekapazität wird von heute rund 400 auf neu 1’400 Kubikmeter erhöht. Dadurch können grosse Mengen an Geschiebe zurückgehalten werden, das Bachbett bleibt frei und das Wasser kann auch bei grossen Hochwasserereignissen kontrolliert bis in die Reuss abfliessen. Für den Ausbau muss der Gewässerraum im Bereich des Geschiebesammlers verbreitert werden. Der Regierungsrat hat das Projekt mit Kosten von 1,78 Millionen Franken bewilligt und die nötigen Bewilligungen gesprochen. Der Baustart ist im Herbst 2026 geplant.

