Asylwesen im Kanton Uri: Aktuelle Lage und personelle Weichenstellung

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Sie informierten: (von links) David Zurfluh, Leza Aschwanden, die Regierungsräte Georg Simmen und Christian Arnold sowie Camillo Omlin.

Am Dienstag, 14. September 2026, informierten die Verantwortlichen des Kantons Uri die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden zum aktuellen Stand des Asyl- und Flüchtlingswesens. Im Zentrum standen die Herausforderungen der Unterbringung, die aktuelle statistische Lage sowie die neue Leiterin des Asyl- und Flüchtlingsdienstes des Schweizerischen Roten Kreuzes.

Regierungsrat Christian Arnold begrüsste die Teilnehmenden und gab einen Überblick über die nationale und kantonale Situation. Während der Bund seine Jahresprognose für Asylgesuche leicht nach unten korrigiert hat, bleibt die Lage volatil. Für den Kanton Uri ist insbesondere das Entlastungspaket 2027 eine finanzielle Herausforderung: Da die Subventionsdauer für Sozialhilfekosten auf fünf Jahre begrenzt wird, rechnet der Kanton mit massiven Mindereinnahmen von bis zu 2 Millionen Franken.

Ein wesentlicher Punkt des Treffens war die Vorstellung der neuen Leitung des Asyl- und Flüchtlingsdienstes. Per 1. Oktober 2026 übernimmt Ricarda Quass die Leitung. Frau Quass ist eine erfahrene Führungskraft mit langjähriger Expertise in den Bereichen Migration und Integration. Die Übergabe wird durch den bisherigen Leiter ad interim, Camillo Omlin, sichergestellt.

Camillo Omlin erläuterte die angespannte Wohnraumsituation. Die Kollektivunterkünfte sind voll ausgelastet, und durch die Kündigung der Unterkunft Sternen in Flüelen per Ende Jahr 2026 erhöht sich der Druck auf den verfügbaren Wohnraum weiter. Positiv hervorgehoben wurde das gastronomische Integrationsprojekt im Restaurant Schützenmatt.

Zusätzlich informierten Regierungsrat Georg Simmen und David Zurfluh, Vorsteher Amt für Volksschulen von der Bildungs- und Kulturdirektion, über die aktuellen Entwicklungen im Integrations- und Bildungsbereich. Besonders hervorgehoben wurden die hohe Integrationsquote im Arbeitsbereich und der Start der Einführungsklasse in Altdorf. Das Treffen schloss mit einem Ausblick von Leza Aschwanden, Leiter Abteilung Integration auf die Erarbeitung des Integrationsprogramms KIP 4 (2028–2032), das neue Schwerpunkte bei der Förderung von Frauen und der Verbindung von Arbeit und Bildung setzen wird.