
(v.l.n.r.): Hermann Epp (Baudirektor Kanton Uri), Jürg Röthlisberger (Direktor ASTRA) und
Céline Huber (Sicherheitsdirektorin Kanton Uri) vor dem Kreisel beim Anschluss Göschenen.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA plant gemeinsam mit dem Kanton Uri die
Optimierung des Verkehrsknotens Göschenen. Mit dem Projekt sollen die Ver-
kehrsströme entflechtet und der Verkehrsfluss sowie die Verkehrssicherheit im
Bereich der Nationalstrasse und der Gotthardpassstrasse verbessert werden.
Der heutige Verkehrsknoten in Göschenen stösst insbesondere bei hohem Verkehrs-
aufkommen regelmässig an seine Kapazitätsgrenzen. Unterschiedliche Verkehrss-
tröme – darunter der Süd-Nord-Transitverkehr sowie der regionale Verkehr – führen
zu Rückstaus und beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit des Knotens. Auch für Fuss-
gängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende bestehen heute erhöhte Sicher-
heitsrisiken.
Entflechtung der Verkehrsströme
Kern des Projekts ist eine Verkehrsführung mit getrennten Ebenen: Die Kantonss-
trasse verläuft künftig über eine neue Brücke und führt kreuzungsfrei über die Gott-
hardpassstrasse. Gleichzeitig wird eine direkte Verbindung zwischen der National-
strasse A2 und der Gotthardpassstrasse geschaffen. Dadurch können die verschiede-
nen Verkehrsströme gezielt getrennt werden.
Neben der Verbesserung des Verkehrsflusses trägt das Projekt auch zur Erhöhung
der Verkehrssicherheit bei. Für den Langsamverkehr sind durchgehende und klar ge-
führte Verbindungen vorgesehen.
Entlastung für die Region
Mit der geplanten Massnahme werden die Ortszentren von Göschenen und Wassen
vom Ausweichverkehr entlastet. Zudem wird die Durchfahrt für Einsatz- und Blaulicht-
organisationen optimiert. «Die Neugestaltung des Knotens Göschenen sorgt für einen
besseren Abfluss des Verkehrs auf die Autobahn und entlastet sowohl die Gotthard-
Passstrasse als auch die Gemeinden im Urner Oberland. Zusätzlich wird mit dem
Umbau die Verkehrssicherheit erhöht», sagt ASTRA-Direktor Jürg Röthlisberger bei
einem Treffen mit Baudirektor Hermann Epp und Sicherheitsdirektorin Céline Huber.Das Projekt wird vom ASTRA geplant und gebaut. Die Baukosten betragen rund 20
Mio. Franken, der Kanton Uri beteiligt sich mit zwei Millionen Franken.
Weiteres Vorgehen
Die öffentliche Auflage des Projekts ist für Mitte 2026 vorgesehen. Der Baustart ist ab
2029 geplant und steht in enger Abhängigkeit mit den Bauarbeiten am Gotthard-
Strassentunnel. Die Bauarbeiten dauern rund 2 Jahre.

