Barbora Horáková gibt mit Puccinis Madama Butterfly ihr Genfer Regiedebüt

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Grand Théâtre de Genève Foto Fabien Bergerat

Eine der populärsten Opern überhaupt handelt von einer Geisha, die für die Liebe zu einem Amerikaner alles aufgibt. Was würde passieren, wenn der Sohn von Cio-Cio-San und B.F. Pinkerton die ganze Geschichte erzählen würde? Er ist gefangen in einer anderen Zeit als die seiner Eltern, leidet unter den Folgen ihrer Handlungen und prägt die Genetik künftiger Generationen. Genau diesen Ansatz wählt Barbora Horáková für ihre Interpretation von Madama Butterfly.

Horáková  ist heute eine der bekanntesten jüngeren tschechischen Regisseurinnen. Seit 2015 arbeitete sie eng mit dem Regisseur Calixto Bieito zusammen, für den sie zahlreiche Inszenierungen überall in Europa adaptierte. Ihre wichtigen Inszenierungen der letzten Jahre sind La traviata (2022) und Benvenuto Cellini (2024) in Dresden, die Uraufführungen von Hans Thomallas Dark Spring (2020) in Mannheim und Dark Fall (2024) in Schwetzingen, La Wally (2021) am Theater an der Wien, Giustino an der Berliner Staatsoper (2022) oder eine neue Zauberflöte (2025) an der Wiener Staatsoper.

Mit Madama Butterfly gibt Horáková ihr Debüt am Grand Théâtre de Genève. Sie präsentiert eine Erzählung, die sowohl generations- als auch kontinent- und kulturübergreifend ist, begleitet von einem Video der Fotografin und Regisseurin Diana Markosian, die mit ihren Arbeiten die Saison 2024/25 des Grand Théâtre illustriert hatte.

Die amerikanische Künstlerin mit armenischen Wurzeln schafft ein zutiefst auto-biografisches Werk, in dem Erinnerung, Entwurzelung und Identität im Mittelpunkt stehen. Zu den eindrucksvollsten Arbeiten Markosians zählen die Monografie Santa Barbara (2020), die im SFMOMA, im ICP (NYC), im FOMU (Antwerpen) und in Paris ausgestellt wurde, sowie Father (2024), eine Erweiterung von Santa Barbara, die sich mit der Erneuerung von väterlichen Bindungen befasst und unter anderem in der National Portrait Gallery (London), im FOAM (Amsterdam) und bei den Rencontres d‘Arles gezeigt wurde. Dort erhielt sie den Madame Figaro Photography Award Arles 2025, der zu zahlreichen anderen Auszeichnungen wie dem World Press Photo Award (2019) hinzukommt.

Für Puccinis Oper kehrt mit Antonino Fogliani ein Spezialist fürs italienische Repertoire ans Pult des Orchestre de la Suisse Romande zurück, der am GTG bereits Fedora (2024/25), Nabucco (2022/23) und Turandot (2021/22) dirigiert hat. Die amerikanische Sopranistin Corinne Winters, die in Genf schon als Jenůfa (2021/22) und Kat’a Kabanova (2022/23) zu erleben war und heute zu den führenden Sängerinnen unserer Zeit gehört, singt die Titelrolle neben ihrem Landsmann Stephen Costello als Pinkerton.

Bâtiment des Forces Motrices Giacomo Puccini: Madame Butterfly
(Neuproduktion)

Premiere: 23. April 2026, 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 25., 28. und 30. April, 2. Mai 2026 – 19:30 Uhr
26. April und 3. Mai 2026 – 15:00 Uhr
29. April 2026 – 20:00 Uhr

Mehr Info: https://www.gtg.ch/saison-25-26/madame-butterfly/

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Über Leonard Wüst

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