Der Schweizer Dieter Ammann zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten weltweit. Er
besetzt bei der Tonhalle-Gesellschaft Zürich für eine Saison den Creative Chair. Neue Fokus-Künstler sind
zwei Pianist*innen, die Georgierin Khatia Buniatishvili und der Brite Wayne Marshall. Der Mahler-Zyklus
wird von Music Director Paavo Järvi und dem Tonhalle-Orchester Zürich fortgesetzt und führt mit
Gastspielen in renommierte europäische Konzerthäuser. Der 200. Todestag von Ludwig van Beethoven
bildet unter dem Titel BTHVN27 einen weiteren Saisonschwerpunkt. Und in einer erneuten Kooperation
mit dem Opernhaus Zürich steht Sergej Prokofjew im Zentrum. Darüber hinaus wird bemerkenswerter
Nachwuchs aus Georgien in Orchesterkonzerten vorgestellt. Mit der zweiten Ausgabe von tonhalleAIR
geht es am Ende der Saison mitten in die Stadt. Auf dem Münsterhof bietet die Tonhalle-Gesellschaft
Zürich zusammen mit ihren Kooperationspartnern zwei Tage kostenlose Live-Musik für alle. In der
Tonhalle Zürich dirigiert Music Director Paavo Järvi 30 Konzerte und das Tonhalle-Orchester Zürich
präsentiert unter der Leitung von 22 Gastdirigent*innen insgesamt 141 Konzerte. Gesteigert wird in der
Saison 2026/27 das Musikvermittlungsangebot von 457 (Saison 2025/26) auf 493.
«Eines unserer wichtigsten Anliegen ist es, Räume zu öffnen, um zeitgenössischen Repertoire die Chance zu
geben, sich zu etablieren. Dieter Ammann war der gesetzte Creative Chair, wenn wir in die Schweizer
Musikszene hineinhorchen – einer, der hervorragend für Orchester schreiben kann», so Intendantin Ilona
Schmiel. «Das Werk ‹glut›, das wir vor einigen Jahren beauftragt und uraufgeführt haben, ist inzwischen im
Repertoire verankert. Es steht bespielhaft für Dieter Ammann: Er versteht es, grosse Komplexität in eine eigene
Klangwelt zu übertragen und für die Instrumente eine adäquate, faszinierende Sprache zu schaffen.» Im Rahmen
der Saisoneröffnung wird Music Director Paavo Järvi «Boost» aufführen, und auch im Familienkonzert «Von
wilden und gezähmten Tönen» erklingt Musik von Dieter Ammann. Wie für die Position des Creative Chair üblich,
gibt der Komponist eine Masterclass in Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste.
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Tonhalle-Gesellschaft Zürich AG
Gotthardstrasse 5
CH-8002 Zürich
+41 44 206 34 40
—
tonhalle-orchester.ch
«Der Creative Chair ist als Format einzigartig», so Dieter Ammann. «Es hebt sich wohltuend vom grassierenden
Uraufführungs-Hype ab, indem es auch bereits bestehendem Repertoire Raum gewährt. Da sich meine Arbeit an
einem Orchesterstück über mehrere Jahre hinziehen kann, sind sorgfältig einstudierte Wiederaufführungen umso
wichtiger. Und dieses Orchester ist natürlich ein Trauminstrument für jeden Komponisten.» Weitere Formate mit
Dieter Ammann sind in Planung und werden kurzfristig bekanntgegeben.
Zwei Pianist*innen als Fokus-Künstler
Der Fokus-Künstler Wayne Marshall arbeitet stil- und genreübergreifend. Der Brite wechselt vom Klavier an die
Orgel, vom Interpretieren zum Improvisieren, von klassischen zu jazzig inspirierten Werken. Zu seinen Vorbildern
zählen George Gershwin und Leonard Bernstein, deren Werke an Silvester auf dem Programm stehen. Wayne
Marshall leitet hier im play-conduct.
Für Khatia Buniatishvili, Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich setzt sich die Zusammenarbeit fort: Im
Herbst 2018 führte eine gemeinsame Tournee nach Asien. In der Saison 2026/27 wird die Georgierin neben
Wayne Marshall die weitere Fokus-Künstlerin sein. Zwei Programme unter der Leitung von Paavo Järvi seien hier
herausgehoben: Zur Saisoneröffnung spielt sie Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1, und im Sommer tritt sie bei
tonhalleAIR mit Griegs Klavierkonzert mitten auf dem Münsterplatz auf.
Länderschwerpunkt Georgien
«Georgien hat herausragende Musiker wie Khatia Buniatishvili und Lisa Batiashvili», so Paavo Järvi, «und durch
deren Unterstützung werden ihre Schützlinge sichtbarer. Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Tradition
weitergegeben wird. Dieses Netzwerk aus Förderung und gegenseitiger Unterstützung schafft einen fruchtbaren
Boden für die nächste Generation.» Die Geigerin Lisa Batiashvili präsentiert zwei Pianisten, die mit dem Tonhalle-
Orchester Zürich debütieren: Tsotne Zedginidze und Giorgi Gigashvili.
Paavo Järvi – Mahler, Prokofjew und Beethoven
2026/27 tritt Paavo Järvi seine achte Saison als Music Director an. Weiterführen wird er den im Februar 2024
begonnenen Mahler-Zyklus mit der 6. Sinfonie, die als nächstes eingespielt wird. Mit Mahlers Sinfonien Nr. 5 und
6 geht das Orchester auch auf Reisen: Die Residenz in Baden-Baden geht in die zweite Runde, dazu gibt es
Wiedereinladungen ins Concertgebouw Amsterdam, in die Elbphilharmonie Hamburg und ins Konzerthaus Wien.
Im Herbst erscheint – nach der 5., 1. und 7. Sinfonie – die Einspielung von Mahler 2. bei Alpha Classics auf CD,
Vinyl und den Streaminganbietern Spotify, Apple Music und Idagio.
Nach dem Rachmaninow-Zyklus 2023 tauschen der Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich Gianandrea
Noseda und Music Director Paavo Järvi einmal mehr die Orchester. Unter ihrer Leitung werden für das Zürcher
Publikum vier Sinfonien von Sergej Prokofjew sowie Solokonzerte mit Sol Gabetta, Hilary Hahn, Daniil Trifonov
und Hayato Sumino zu hören sein.
Zum 200. Mal jährt sich 2027 der Todestag von Ludwig van Beethoven und Paavo Järvi ist seit vielen Jahren ein
Spezialist seiner Musik. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich präsentiert er folgende drei Werke: die 7. Sinfonie, mit
der 9. Sinfonie schlägt er einen thematischen Bogen, in dem er eine Bearbeitung von Gustav Mahler wählt, und
die Messevertonung «Missa solemnis» – auch diese wird eingespielt werden. Als zweite Einspielung erscheint in
der Saison 2026/27 die Aufnahme von Beethovens «Fidelio». Diese Oper wurde als halbszenische Aufführung im
Juni 2023 in der Tonhalle Zürich aufgenommen.
BTHVN27
Ludwig van Beethoven ist auch tief in der DNA des Tonhalle-Orchester Zürich verankert. Ab 2000 machte es sich
mit der Einspielung der Beethoven-Sinfonien unter dem damaligen Chefdirigenten und heutigen Ehrendirigenten
David Zinman weltweit einen Namen und nahm somit seine Spitzenposition in der Orchesterwelt ein. Neben den bereits erwähnten Orchesterkonzerten mit Paavo Järvi steht Beethoven im Frühling unter dem Titel BTHVN27 auf
dem Programm: sämtliche Klavierkonzerte mit Rudolf Buchbinder im play-conduct und alle Streichquartette mit
dem Belcea Quartet und Quatuor Ébène. Mit seiner Auswahl der Klaviersonaten gestaltet der Pianist Igor Levit
zwei Rezitalabende, u. a. mit der «Waldstein»-Sonate und der «Appassionata». Ergänzt werden die Konzerte
rund um BTHVN27 mit einem Rahmenprogramm und Medienproduktionen. Verschiedene Veranstaltungen
werden mit Visuals inszeniert und besonders ausgestattet – u.a. das Familienkonzert «Das magische Tor».
Tonhalle-Orchester Zürich spielt Oper
Für einen weiteren Saisonhöhepunkt wechselt das Tonhalle-Orchester Zürich das Genre. Gioachino Rossinis
Oper «La scala di seta» wird in einer halbszenischen Produktion unter der Leitung von Jan Willem de Vriend und
in der Regie von Eva Buchmann realisiert. «Wir haben grosse Lust darauf, unserem Publikum ein
ungewöhnliches Werk ausserhalb des sinfonischen Repertoires zu präsentieren: Rossinis Einakter ist ein
musikalisches Feuerwerk, eine Opernkomödie, die mit einem für unsere Konzertbühne entworfenen Bühnenbild
perfekt inszeniert werden kann», so Ilona Schmiel. Diese Produktion wird auch für Zürcher Schulklassen
aufgeführt.
Weitere Wiedersehen und Debüts
In der Saison 2026/27 kehren folgende Solist*innen zurück: Lisa Batiashvili, Julia Fischer, Hilary Hahn, Sharon
Kam, Bomsori Kim, Anastasia Kobekina, Josef Špaček, Carolin Widmann und Frank Peter Zimmermann. Und
diese Gastdirigent*innen leiten das Tonhalle-Orchester Zürich: Marin Alsop, Rudolf Buchbinder, Semyon
Bychkov, Jan Willem de Vriend, Cristian Măcelaru, Gianandrea Noseda, Tugan Sokhiev, Frank Strobel mit
Charlie Chaplins «Goldrausch», Nathalie Sutzmann und Paavo Järvis Assistant Conductor Julia Kurzydlak. Marek
Janowski wird zum letzten Mal mit dem Orchester zu hören sein.
Ihre Solisten-Debüts beim Tonhalle-Orchester Zürich geben Beatrice Rana, Hayato Sumino und Lionel Martin.
Die drei Pianisten Giorgi Gigashvili, Tsotne Zedginidze und Lukas Sternath, die Schlagzeugerin Vivi Vassileva
und die Geigerin Hana Chang sind bemerkenswerte junge Musiker*innen, die die Tonhalle-Gesellschaft Zürich in
vergangenen Saisons in ihrem Förderformat Série jeunes vorstellte und überzeugten. Nun debütieren sie als
Solist*innen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich. Das Orchester erstmals leiten werden die Dirigent*innen Mirga
Gražinytė-Tyla, Hannu Lintu, Hankyeol Yoon und der Fokus-Künstler Wayne Marshall.
Kooperationen ermöglichen unterschiedliche Formate
Dank der lokalen Vernetzung werden erfolgreiche Formate unter dem Motto «classic meets …» weitergeführt. Zu
nennen sind hier das Inklusionsprojekt «Connect» im Rahmen dessen Menschen mit Parkinson oder Multipler
Sklerose zu live gespielter Musik tanzen. «Connect» ist eine Kooperation von Opernhaus und Ballett Zürich, dem
Kunsthaus Zürich, The Field und Dance & Creative Wellness Foundation. Formate, die in Zürichs Zentrum und
Quartieren längst ihr Publikum gefunden haben, bleiben auch in Zukunft fester Bestandteil des Programms. In der
Reihe «classic meets art» werden erneut Konzerte in Galerien und Museen angeboten, und die
Kammermusikreihe für Kinder «Kunterwunderbunt» in den Zürcher Gemeinschaftszentren geht in die dritte
Runde. Für Schüler*innen jeder Stufe und jeden Alters bietet die Tonhalle-Gesellschaft Zürich Proben- und
Konzertbesuche, Musiker*innengespräche, Führungen in der Tonhalle und Workshops an. Die Filmsinfonik-
Konzerte mit dem 14. Internationalen Filmmusikwettbewerb werden u.a. als Kooperation mit dem Zurich Film
Festival ebenso fortgesetzt, wie die Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich und mit Musikschule
Konservatorium Zürich, dem langjährigen Junior Music Partner der Tonhalle-Gesellschaft Zürich.
Einer der Saisonhöhepunkte wird die zweite Ausgabe des alle zwei Jahre stattfinden tonhalleAIR im Juni sein.
Unter dem Motto «classic meets you» präsentiert die Tonhalle-Gesellschaft Zürich in Zusammenarbeit mit Junior
Music Partner Musikschule Konservatorium Zürich, Jugend Sinfonieorchester Zürich und Zurich Jazz Orchestra
im Zentrum von Zürich, auf dem Münsterhof, ein zweitägiges Konzertprogramm bei freiem Eintritt für alle.
Unterstützung
Marc Zahn, seit Januar 2026 Verwaltungsratspräsident der Tonhalle-Gesellschaft Zürich, sagt im Hinblick auf die
neue Saison: «Im Fundraising und Sponsoring werden erfolgreiche Partnerschaften fortgeführt und gezielt zu
mehrjährigen Förderungen ausgebaut. Gleichzeitig wird die Finanzierung stärker an thematischen
Schwerpunkten und wirkungsorientierten Förderansätzen ausgerichtet. Zudem sind neue Förder- und
Sponsoring-Partner in Aussicht, die zu einer insgesamt positiven Entwicklung beitragen werden. Ich danke
unseren Förderern, Sponsoren und Stiftungen, dem Freundeskreis und dem stark wachsenden klubZ und nicht
zuletzt unseren Aktionär*innen, Abonennt*innen und unserem Publikum.»
Die Tonhalle-Gesellschaft Zürich dankt
ihren Partnern:
Stadt Zürich
Freundeskreis Tonhalle-Orchester Zürich
ihren Haupt-Partnern:
LGT Private Banking
Merbag
ihren Projekt-Partnern:
Elektro Compagnoni AG
Fachstelle Kultur Kanton Zürich/
Kulturfonds
Maerki Baumann AG
Sentivo.ch
Swiss Re
Swiss Life
ihren Service-Partnern:
ACS-Reisen AG
Goldbach Neo AG
Schellenberg Druck AG
und ihren Medien-Partnern:
Radio SRF 2 Kultur
Schweizer Illustrierte.
Der Vorverkauf für Abos und für den 14. Internationalen Filmmusikwettbewerb beginnt am 8. Mai 2026, der
Einzelbillettverkauf startet am 17. August 2026.
Details zu all dem und vielen weiteren musikalischen Höhepunkten sind auf tonhalle-orchester.ch zu finden.
Interessante Zahlen und Übersichten zur Saison 2026/27 sind im Pressebereich zusammengestellt.

