Brustkrebsvorsorgeprogramm startet im Juli

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Brustkrebsvorsorgeprogramm startet im Juli

Der Kanton Luzern lanciert ab Juli 2026 ein systematisches Vorsorgeprogramm zur Früherkennung von Brustkrebs, der häufigsten Krebsart bei Frauen. Alle im Kanton Luzern wohnhaften Frauen zwischen 50 und 74 Jahren werden neu alle zwei Jahre mit einem persönlichen Schreiben zu einer Mammografie eingeladen. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig.

Jede achte Frau erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen und gehört in der Schweiz zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen bei Frauen. Die meisten der betroffenen Frauen sind älter als 50 Jahre. Deshalb führt der Kanton Luzern ab Juli 2026 ein systematisches Brustkrebsvorsorgeprogramm für Frauen zwischen 50 und 74 Jahren ein. Durch die regelmässige Vorsorge soll Brustkrebs früh erkannt werden. Die Behandlung ist dann oft weniger belastend und die Heilungschancen sind besser. Das Brustkrebsvorsorgeprogramms ist eine der Massnahmen aus dem Planungsbericht über die Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern 2024. Michaela Tschuor, Regierungspräsidentin und Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartement: «Ich lade alle Luzernerinnen ein, sich Zeit für ihre Gesundheit und ihre persönliche Gesundheitsvorsorge wie die Brustkrebsvorsorge zu nehmen.»

Ablauf des Brustkrebsvorsorgeprogramms
Die ersten Einladungsschreiben und eine ausführliche Begleitbroschüre werden ab Juli gestaffelt versendet. Luzernerinnen können sich so kompakt über dieses wichtige Thema informieren. Teilnehmen können alle Frauen zwischen 50 und 74 Jahren, die im Kanton Luzern wohnhaft sind, keine aktuelle Diagnose mit Brustkrebs haben und deren letzte Mammografie mehr als 12 Monate zurückliegt. Eine Teilnahme ist auch vor dem Eintreffen des Einladungsschreibens möglich. Die Teilnahme am kantonalen Brustkrebsvorsorgeprogramm ist freiwillig.

Die Teilnehmerinnen können auswählen, an welchem Radiologieinstitut sie ihre Mammografie durchführen lassen möchten. Die Mammografie-Bilder werden von zwei Fachärztinnen oder -ärzten unabhängig voneinander beurteilt. Das Ergebnis wird den Teilnehmerinnen per Post zugeschickt. Ist es unauffällig, erhalten die Frauen nach zwei Jahren erneut eine Einladung zur Mammografie. Bei einem abklärungsbedürftigen Befund werden weitere Abklärungen empfohlen. Von 1’000 Teilnehmerinnen erhalten durchschnittlich 960 Frauen einen unauffälligen Befund und 40 benötigen weitere Abklärungen. Statistisch gesehen erhalten fünf Frauen von 1’000 die Diagnose Brustkrebs.

Findet die Untersuchung im Rahmen des kantonalen Vorsorgeprogramms statt, ist sie von der Franchise befreit. Es bleibt ein Selbstbehalt von 10 Prozent, was etwa 15 Franken entspricht.

Weitere Informationen sind unter brustkrebsvorsorge.lu.ch auffindbar.

Roadshow – Brustkrebsvorsorgeprogramm on Tour
Das Brustkrebsvorsorgeprogramm macht mit dem «Pink Cube» Halt im Kanton Luzern. Fachpersonen beraten Interessierte, erklären das Vorgehen und eine Gynäkologin bietet eine kostenlose Beratung an.
Hochdorf, Sonntag, 16. August 10:00 bis 17:00 Uhr
Luzern, Freitag, 21. August 11:00 bis 17:00 Uhr
Sursee, Samstag, 22. August 11:00 bis 17:00 Uhr
Willisau, Freitag, 28. August 11:00 bis 17 Uhr