Essen, Wasser, Notunterkünfte: Caritas-Hilfe kommt trotz erschwerten Bedingungen an

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Caritas

Das erschütternde Ausmass des Erdbebens in Myanmar wird mit jedem Tag offensichtlicher. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen konnte Caritas Schweiz bereits lebenswichtige Hilfe leisten. Gleichzeitig steigt aktuell das Risiko von Krankheitsausbrüchen.

 
Unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben vom 28. März haben die lokalen Partnerorganisationen von Caritas Schweiz damit begonnen, die notleidenden Menschen in Myanmar mit dem Nötigsten zu versorgen. In den stark betroffenen Regionen Mandalay und Sagaing haben sie Essen verteilt, Zugang zu Trinkwasser ermöglicht, Material für Notunterkünfte bereitgestellt und kleine Bargeldbeträge ausbezahlt, damit sich die Menschen eigenständig das besorgen können, was sie am dringendsten benötigen.
Bisher konnten Partnerorganisationen wie Caritas Myanmar über 1’000 Haushalte mit humanitärer Nothilfe versorgen, also ungefähr 4’500 Personen. Neben Caritas Myanmar arbeitet Caritas Schweiz mit lokalen NGOs zusammen und koordiniert mit weiteren Partnern des internationalen Caritas-Netzwerks die Hilfsmassnahmen.
Grosse Herausforderungen bei der Hilfe
Die Hilfe vor Ort gestaltet sich jedoch als äusserst anspruchsvoll. «Aufgrund der zerstörten Infrastruktur und des anhaltenden Bürgerkriegs ist es derzeit eine Herausforderung, in alle betroffenen Regionen zu gelangen», sagt Sarah Buss, Leiterin Katastrophenhilfe bei Caritas Schweiz. «Auch die Stromversorgung und das Telekommunikationsnetz sind zusammengebrochen. Das erschwert die Koordination der Hilfe zusätzlich.»
Durch das Beben wurde zudem die Wasser- und Abwasserinfrastruktur beschädigt. Das erhöht das Risiko von Krankheitsausbrüchen, zumal viele Menschen im Freien übernachten, weil ihre Häuser zerstört wurden oder weil sie Nachbeben befürchten.
Caritas Schweiz ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer in Myanmar auf und hat bereits einen Soforthilfebetrag von 120’000 Franken gesprochen.