LT, Opernpremiere Verlorenes Violett nach Giuseppe Verdis „La traviata“ Remix: Larissa Kofman Premiere: Samstag, 12. April 2025 19.30 Uhr, Bühne

Spread the love

Luzerner Theater

Mit „Lost Violet“ erhält Giuseppe Verdis weltberühmte Oper „La traviata“ eine zeitgenössische Neuinterpretation. Die Geschichte um Liebe, gesellschaftliche Grenzen und Selbstfindung wird in die Lebenswelt heutiger junger Menschen übertragen. In einem einzigartigen Pilotprojekt wird die Produktion gemeinsam von Jugendlichen und professionellen Sänger*innen des Luzerner Theaters auf die Bühne gebracht. Erstmals formierte sich in Luzern dafür ein Theater-Jugendorchester, in Kooperation mit dem Luzerner Sinfonieorchester, sowie ein Projektchor aus jungen singenden Menschen. Gemeinsam mit «Luisa Miller», die nur wenige Wochen später Premiere feiert, stehen dementsprechend bald zwei Verdi-Opern auf dem Spielplan des Luzerner Theaters, die Verdi auf zwei verschiedene Arten erklingen lassen.

Die tragische Geschichte der Violetta Valéry, bekannt aus „La traviata“, spielt in „Lost Violet“ nicht mehr im Paris des 19. Jahrhunderts, sondern in der Gegenwart. Die 80-minütige neue Opernfassung verdichtet sich auf die Geschichte dreier Protagonist*innen: Violet, Alfredo und Flora, Violets beste Freundin und die Schwester von Alfredo. Violet führt ein exzessives Partyleben und betäubt ihre Gefühle im Rausch. Ihre Begegnung mit Alfredo, in den sie sich rasend verliebt, stellt ihr Leben auf den Kopf. Zwischen Gefühlschaos und Gewissenskonflikten erlebt Violet das Erwachsenwerden, wenn da nicht die Drogen wären.

Musikalisch vereint «Lost Violet» die weltberühmten Melodien Giuseppe Verdis mit zeitgenössischen Elementen. Der Remix der Komponistin Larissa Kofman kombiniert Verdis Original auf innovative Kunst und Weise mit zeitgenössischer Musik und modernen Beats, reichend von Pop bis Jazz und Bossa Nova. So entsteht eine einzigartige Klangwelt, die Tradition und Moderne verbindet. Die musikalische Leitung obliegt der Dirigentin und Musikpädagogin Maria Radzikhovskiy. Für die Inszenierung zeichnet Inken Rahardt verantwortlich, Regisseurin und Intendantin des Hamburger Opernlofts.

Das 1. Theater-Jugendorchester-Projekt «Lost Violet» ist nicht nur eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit einem klassischen Stoff, sondern auch darauf ausgerichtet, jungen Menschen – ob auf der Bühne oder im Publikum – einen Zugang zum Genre Oper zu ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit mit Profis sammeln die Teilnehmer*innen des Theater-Jugendorchesters sowie des Projektchors erste Erfahrungen in einem professionellen Theaterbetrieb. In einem mehrwöchigen Probenprozess zusammen mit Profis und begleitet von professionellem Coaching fördert das Luzerner Theater so auch das Talent der jungen Musiker*innen und Sänger*innen und weckt vor allem die Neugierde, die Welt der Oper und der klassischen Musik zu entdecken.

Weitere Daten

Opernmatinée: So, 30.3. (11.00 Uhr)
Kostenprobe: Mi, 9.4. (18.30 Uhr)
Sa, 26.4. (19.30 Uhr) / Sa, 10.5. (19.30 Uhr) / Mo, 26.5. (19.30 Uhr) / Do, 29.5. (19.00 Uhr) /
So, 8.6. (19.00 Uhr)

Produktionsteam
Musikalische Leitung: Maria Radzikhovskiy, Regie und Kostüme: Inken Rahardt, Bühne: Menas Köferli, Licht: André Stocker, Dramaturgie: Ursula Benzing, Pia-Rabea Vornholt

Besetzung
Violett: Tania Lorenzo Castro, Alfredo: Luca Bernard, Flora, seine Schwester: Maria Tilibtsev
Clique um Violet: Jugend-Projektchor
Theater-Jugendorchester

Altersempfehlung: ab 13 Jahren

 

Weitere Informationen zu «Lost Violet» finden Sie unter luzernertheater.ch/lostviolet .

 

 

 

Ausblick: Luisa Miller

Luisa und Rodolfo hatten von Anfang an keine Chance. Ihr Verhängnis war ein düsteres Geheimnis des Vaters, das der Graf um jeden Preis bewahren wollte. Verdis Oper, 1849 uraufgeführt, erzählt die Geschichte von Luisa und Rodolfo in drei Akten, überschrieben mit: Liebe – Intrige – Gift. In einem schmerzvollen Finale gipfelt das Familiendrama, wenn Luisa ihrer Geliebten die ganze Wahrheit gesteht: Rodolfos Vater, Graf von Walter, und sein Handlanger Wurm haben sie gezwungen, die Liebe zu ihm abzuschwören. Sie beide haben da schon das Gift getrunken, das sie in eine bessere Welt zusammenführen soll. Doch Rodolfo findet noch die Kraft, Wurm zu erstechen und seinem Vater eine Botschaft mitzugeben: „Ich nehme dir, was für dich zum Wertvollsten gehört.“ Ich nehme dir deinen Sohn.»

Ab Samstag, 17. Mai, 19.30 Uhr

Tickets über die Theaterkasse oder unter luzernertheater.ch/luisamiller .