Der
will keinen fixen Eigenfinanzierungsgrad von mindestens 45 Prozent für die grossen Kulturinstitutionen. Er hat einen entsprechenden Vorstoss abgelehnt. Das Parlament diskutierte auch über Fragen der Public Corporate Governance, dies im Zusammenhang mit dem Sozialversicherungszentrum Wirtschaft Arbeit Soziales Luzern (WAS).
Ein Vorstoss (M 305) verlangte, es sei ein Eigenfinanzierungsgrad von mindestens 45 Prozent für die fünf grossen Kulturbetriebe im Kulturförderungsgesetz festzuschreiben. Gemäss der aktuellen Leistungsvereinbarung muss der Eigenfinanzierungsgrad für das Luzerner Theater lediglich mindestens 18 Prozent betragen. Der Kantonsrat lehnte den Vorstoss ab, allerdings sollen Möglichkeiten für eine Verbesserung des Eigenfinanzierungsgrades geprüft werden. Der Vorstoss wurde als Postulat teilweise erheblich erklärt.
Fragen zur Public Corporate Governance (PCG) im Zusammenhang mit dem Verwaltungsratspräsidium des Sozialversicherungszentrums WAS hat der Kantonsrat im Rahmen von zwei dringlichen Vorstössen (A 707/A 708) diskutiert. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier erwarten eine Aufarbeitung der Vorkommnisse im Verwaltungsrat des WAS (Mitteilung vom 2. März 2026). Die Regierung verwies auf eine entsprechende externe Untersuchung sowie eine von der Aufsichts- und Kontrollkommission (AKK) des Kantonsrates eingereichte Strafanzeige. Die aktuellen PCG-Vorgaben würden unter Berücksichtigung der zu erwartenden Untersuchungsergebnisse neu beurteilt.
Zustimmung zu den Plänen der Universität
Der Kantonsrat hat einen Vorstoss (P 604) abgelehnt, welcher den Erhalt des Fachs Religionswissenschaft an der Universität Luzern verlangte. Die Ablehnung wurde mit den geringen Studierendenzahlen begründet. Die Ausgaben können nicht mit den Einnahmen gedeckt werden. Der Universitätsrat hatte aufgrund dieses strukturellen Defizits entsprechende Sparmassnahmen beschlossen.
Aus dem Kantonsrat verabschiedet wurde Heidi Scherer (FDP, Meggen). Sie war seit 2013 Mitglied im Luzerner Kantonsparlament. Ihr Nachfolger wird Matthias Erni (FDP, Kriens).
An den beiden ersten Tag der März-Session hat der Luzerner Kantonsrat über 40 Geschäfte auf der Traktandenliste behandelt. Die Session wird am Montag, 30. März 2026, fortgesetzt und kann live auf www.lu.ch oder auf der Tribüne im Kantonsratssaal mitverfolgt werden.
Neue Funktion im Live-Stream: Im Live-Stream auf www.lu.ch kann während der laufenden Übertragung zurückgespult werden. Dazu kann mit einem Klick auf der Zeitachse an die gewünschte Stelle gesprungen werden. Die Aufzeichnungen vergangener Sessionstage sind zudem wie bisher im Archiv auf der Webseite zu finden.
Anhang
Kurzprotokoll
Liste der neu eröffneten Vorstösse
Video «Massnahmen gegen Fan-Gewalt» (Sessionstag 23. März)

