Zurückschneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken an Strassen, Trottoirs und Ausfahrten. Gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz dürfen durch Bepflanzungen weder der Verkehr behindert oder gefährdet, noch der Bestand und die Sicherheit des Strassenkörpers beeinträchtigt werden (Art. 83 Planungs- und Baugesetz des Kantons Uri; RB 40.1111).
Zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden müssen Bäume, Sträucher und Hecken an Strassen und Trottoirs während des ganzen Jahres so geschnitten sein, dass die Übersicht auf Strassen und Trottoirs sowie die Einsicht von Bushaltestellen nicht beeinträchtigt wird. Während der Vegetationszeit müssen Hecken oftmals mehrmals im Jahr geschnitten werden. Verantwortlich dafür sind die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer.
Zu beachten sind:
1. Ausfahrten, Strasseneinmündungen und Bushaltestellen
Im Sichtbereich von Ausfahrten oder Strasseneinmündungen sowie von Bushaltestellen dürfen Pflanzen und Einfriedungen eine Höhe von höchstens 60 cm ab Strasse erreichen.
2. Lebhecken, Sträucher und Pflanzen entlang von Strassen
Lebhecken, Sträucher und Pflanzen dürfen nicht in die Strasse oder das Trottoir hineinragen.
3. Bäume entlang von Strassen, Wegen und Trottoirs
Überragende Äste sind im Fahrbahnbereich der Strasse auf eine Höhe von 4.50 m, bei Trottoirs auf eine Höhe von 2.50 m zu stutzen. Zudem ist darauf zu achten, dass eine allfällige Strassen- oder Trottoirbeleuchtung, Strassenverkehrssignale und Verkehrsspiegel durch Bäume und Sträucher in ihrer Wirkung nicht beeinträchtigt werden.
Die Baudirektion bittet alle betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmung besorgt zu sein, und dankt Ihnen für Ihren Beitrag zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden.
Bildungsbericht 2026 und ÜGK 2024: Uri steht gut da
Die Befunde aus dem Bildungsbericht Schweiz 2026 und aus der Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK) 2024 zeichnen für den Kanton Uri insgesamt ein positives Bild. Uri hat in zentralen Bereichen ein leistungsfähiges Bildungssystem. Gleichzeitig weisen die Ergebnisse auch auf Themen, die für die weitere Bildungsentwicklung von Bedeutung bleiben.
Der Bildungsbericht Schweiz 2026 bestätigt für Uri insbesondere die Stärken auf der Sekundarstufe II. Der Kanton ist stark berufsbildungsorientiert, die Übergänge in die nachobligatorische Ausbildung funktionieren insgesamt gut, und die Abschlussquoten liegen im oberen Bereich. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass auf der Primarstufe künftig eher mit Anpassungsbedarf infolge der demografischen Entwicklung als mit weiterem Ausbau zu rechnen ist. Als relevante Beobachtung nennt der Bericht zudem, dass Uri zu den Kantonen gehört, in denen verspätete Einschulungen in den letzten Jahren zugenommen haben. Auch beim Fremdsprachenunterricht bestätigt der Bericht das eigenständige Profil des Kantons Uri. Zudem erfolgt die Qualitätsentwicklung im Kanton weitgehend innerhalb des öffentlichen Schulsystems.
Signifikant über dem gesamtschweizerischen Ergebnis
Die aktuelle Studie zur Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK 2024) in der Schulsprache und in der Mathematik ergänzt dieses Bild für die Volksschule mit konkreten Leistungsdaten aus dem 4. Schuljahr HarmoS (2. Primarschule in Uri). Besonders starke Ergebnisse erzielen die Urner Schülerinnen und Schüler in der Schulsprache: Im Kompetenzbereich Hören erreichen 92 Prozent die Grundkompetenzen, im Kompetenzbereich Lesen sind es 87 Prozent. In beiden Bereichen liegt Uri statistisch signifikant über dem gesamtschweizerischen Ergebnis (Hören: 87%; Lesen: 79%). In Mathematik weist Uri keinen signifikant vom Landeswert abweichenden Wert aus. Gesamtschweizerisch zeigen die Resultate der ÜGK 2024, dass der Bildungserfolg weiterhin stark mit Faktoren wie sozialer Herkunft, zu Hause gesprochener Sprache und Migrationshintergrund zusammenhängt. Diese Befunde unterstreichen die Bedeutung von früher Förderung, guter Sprachbildung und gezielter Unterstützung im Schulverlauf.
«Starkes und wirksames Bildungssystem»
Aus dem Bildungsbericht Schweiz 2026 und der ÜGK 2024 ergibt sich für den Kanton Uri insgesamt eine positive Bilanz. «Die Ergebnisse bestätigen, dass Uri in wichtigen Bereichen über ein starkes und wirksames Bildungssystem verfügt», sagt Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri. «Für uns ist das eine Ermutigung, aber auch ein Auftrag: dass wir Themen wie Schuleintritt, Chancengerechtigkeit und Qualitätsentwicklung weiterhin aufmerksam begleiten und gestalten.»
Die Bevölkerung im Kanton Uri wächst auch in Zukunft und wird älter
Alle Regionen des Kantons Uri haben in den letzten Jahren an Einwohnerinnen und Einwohnern gewonnen. Dies zeigt ein vom kantonalen Amt für Raumentwicklung publizierter Bericht. Im vergangenen Jahr veröffentlichte das Bundesamt für Statistik (BFS) eine aktualisierte Bevölkerungsprognose für die Schweizer Kantone und schaut damit in die Zukunft. Gestützt auf diese neuen Szenarien des Bundes sowie die Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahre nimmt der Bericht für den Kanton Uri auch eine Einschätzung zur erwarteten Bevölkerungsentwicklung bis 2040 vor.
Eine Bevölkerungsentwicklung, die sich im Bereich des Szenarios «Referenz» des BFS bewegt, wird aus heutiger Sicht als realistisch betrachtet. Damit wird für den Zeitraum bis 2040 im Kanton Uri eine Bevölkerung von bis zu 40’700 Einwohnerinnen und Einwohnern erwartet. Die Prognose zeigt, welche Entwicklungen aufgrund demografischer und wirtschaftlicher Trends wahrscheinlich sind. Sie trifft aber keine Aussage dazu, inwiefern diese Entwicklungen erwünscht sind. Die Entwicklung hängt zudem von verschiedenen Einflussfaktoren ab, die naturgemäss mit Unsicherheiten behaftet sind. Entsprechend sind die dargestellten Zahlen auch nicht als exakte Grössen zu verstehen, sondern geben Grössenordnungen an.
Der Bericht beleuchtet zudem die demografische Entwicklung des Kantons Uri. Trotz moderatem Bevölkerungswachstum schreitet die Alterung deutlich voran. Besonders stark nimmt die Zahl der betagten Personen zu: Die Bevölkerung im Alter von 80 Jahren und älter steigt gemäss Referenzszenario zwischen 2024 und 2040 um rund 66 Prozent. Gleichzeitig gehen die Anteile der jüngeren Altersgruppen zurück. Damit steht der Kanton Uri, wie alle Kantone der Schweiz, vor wachsenden und einschneidenden Herausforderungen insbesondere für den Arbeitsmarkt, die Gesundheits- und Pflegeversorgung sowie für die räumliche und infrastrukturelle Planung.
Der Bericht ist verfügbar unter https://www.ur.ch/
Direktlink: https://www.ur.ch/_docn/

