Optimierung Gesamtverkehr Sursee: Erstes Forum Ringstrasse mit über 100 Teilnehmenden

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Stadt Sursee

Am Samstag, 29. März 2025, hat das erste «Forum Ringstrasse» zum Projekt Optimierung Gesamtverkehrssystem Region Sursee (OGV Sursee) stattgefunden. Rund 100 Teilnehmende aus dem Raum Sursee nehmen an diesem Mitwirkungsprozess teil. Sie bringen in interaktiven Workshops wichtige Ideen und Meinungen aus Sicht der Region ein, um eine möglichst gute und breit abgestützte Lösung zu entwickeln.

Prognosen zufolge nimmt die Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahl in Sursee bis 2040 deutlich zu, was die jetzt schon stark frequentierten Strassen weiter belasten wird. Mit dem Projekt OGV Sursee gehen der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger Sursee-Mittelland und die Stadt Sursee diese Herausforderung an. Mit dem «Forum Ringstrasse» werden Gemeinden und Bevölkerung im Raum Sursee in den Planungsprozess einbezogen. Die Teilnehmenden diskutieren ein Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) für die besonders stark belastete Ringstrasse und die angrenzenden Abschnitte. Dieses wird von einem fachlich breit aufgestellten externen Planungsteam erarbeitet.
Am Samstag hat das erste von drei Foren in der Stadthalle Sursee stattgefunden. Die Stadt Sursee und die Gemeinden der Region haben je eine Delegation aus ihrer Bevölkerung für die Teilnahme nominiert. Rund 100 Teilnehmende haben aktiv mitdiskutiert und brachten dabei wichtige Anliegen und Meinungen aus Sicht der Region ein, darunter auch die Surseer Stadtpräsidentin Sabine Beck-
Pflugshaupt und Kantonsingenieur Gregor Schwegler. Gemeinsam wird so eine möglichst gute und breit abgestützte Lösung entwickelt. Dabei geht es neben zukunftsfähigen Lösungen für den Verkehr vor allem auch um die optimale Gestaltung des Strassenraums entlang der Ringstrasse und der angrenzenden Hauptstrassen (Baselstrasse, Bernstrasse, Surentalstrasse, Münsterstrasse)

Erkenntnisse und Stimmen von Teilnehmenden aus dem ersten Forum

– «Die Stimmen der Bevölkerung sind wichtig. Jeder hat seine eigenen Interessen,  aber alle haben ihren Platz. Für mich ist es wichtig, dass der ÖV mit Bushaltestellen ausgebaut wird.»
− «Ich fand es interessant. Mich hat erstaunt, dass die Meinungen eigentlich recht kongruent waren. Ich habe erwartet, dass die Meinungen viel stärker auseinanderdriften.»
− «Ich hoffe, dass jetzt umgesetzt wird, was hier eingebracht worden ist. Dass es Testbetriebe oder Versuche gibt, damit es nicht noch zehn Jahre gleich bleibt.»
− «Gut, dass der Kanton und die Verantwortlichen da waren. Damit man sieht, es geht etwas.»
− «Es gibt viel ortsbezogenes Wissen, dass wichtig ist und miteinbezogen werden kann.»
− «Nicht nur Leute aus Sursee waren da, sondern auch von den umliegenden Gemeinden. Dadurch sind ganz unterschiedliche Erfahrungen und Blickwinkel zusammengekommen.»

Die Planungen im Raum Sursee bauen insbesondere auf der Studie zur Optimierung des Gesamtverkehrssystems auf. Sie bildet den Rahmen für die nun folgenden Vertiefungen und den Mitwirkungsprozess. Inputs aus dem Forum werden ergebnisoffen geprüft und wenn möglich aufgenommen. Können Empfehlungen nicht integriert werden, werden die Gründe transparent
dargelegt und im Prozess dokumentiert.

Insgesamt finden drei Forumsdiskussionen statt

Das Planerteam entwickelt das Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) in drei Phasen: In einem ersten Schritt hat es in einer Lagebeurteilung die heutige Situation untersucht – darüber hat das erste Forum Ringstrasse diskutiert. Danach werden mögliche Varianten entwickelt und schliesslich die Bestvariante ausgearbeitet, die voraussichtlich Ende 2026 vorliegen wird. Die Teilnehmenden
des Forums setzen sich in allen drei Phasen an einem interaktiven Workshop mit den Erkenntnissen des Planerteams auseinander und bringen wichtige Hinweise aus Sicht der Region ein.
Über die weitere Ausarbeitung des Projektes (Vor- und Bauprojekt) nach Abschluss der Vertiefungsstudien entscheiden Regierungsrat und Kantonsrat des Kantons Luzern.