Kompostieren bringt Abfälle zurück in den natürlichen Kreislauf – und macht den Garten
fruchtbarer und lebendiger. Die Stadt Sursee unterstützt die Bevölkerung mit kostenlosen
Kompostgittern und Vliesen sowie bei der Einrichtung von Quartierkomposten.
Aus Abfällen wird im eigenen Garten wertvolle Erde. Genau das ermöglicht das Kompostieren: Es verwandelt Küchen- und Gartenabfälle in nährstoffreichen Dünger und erleichtert gleichzeitig die Gartenpflege. Wer kompostiert, erhält fruchtbaren Boden, gesündere Pflanzen und muss erst noch weniger Schädlinge bekämpfen, giessen und künstlich düngen. Zudem entsteht ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Bodenorganismen – und damit auch eine wichtige Nahrungsquelle für Igel und andere Wildtiere.
Um mehr Surseerinnen und Surseer fürs Kompostieren zu gewinnen, unterstützt die Stadt Interessierte finanziell. Gemeinsam mit der Albert Koechlin Stiftung werden 50 Kompostgitter und 50 Kompostvliese abgegeben. Die Vliese sind eine umweltfreundliche Alternative zu häufig verwendeten Kunststoffsäcken, die leicht beschädigt werden und Mikroplastik im Boden hinterlassen können. Die Kompostgitter und Vliese können ab sofort und bis zum 2. Juni via Online-Formular unter www.sursee.ch/kompost bestellt werden. Abgeholt werden müssen sie am Samstag, 13. Juni 2026, von 9 Uhr bis 11 Uhr auf dem Martignyplatz.
Neben den Gittern und Vliesen unterstützt die Stadt zudem Personen, die zusammen mit
Nachbarinnen und Nachbarn einen Gemeinschaftskompost aufbauen möchten. Die Stadt beteiligt sich mit bis zu 200 Franken. Unterstützt werden Gemeinschaftskomposte für mindestens drei Parzellen
oder für mindestens vier Haushalte, wenn ein neuer, gemeinsamer Aussen-Kompost erstellt und unterhalten wird. Wichtig ist, dass sich mindestens drei Personen bereit erklären, für den korrekten Betrieb und Unterhalt des Kompostes für mindestens zwei Jahre zu sorgen. Gesuche können bis am 31. Oktober 2026 ebenfalls online eingereicht werden unter www.sursee.ch/kompost.
Tipps und Tricks für einen guten Kompost
Doch wie funktioniert Kompostieren eigentlich – und worauf kommt es an? «Einen Kompost anzulegen ist keine Hexerei», sagt Obergärtnerin Franziska Dürmüller. Entscheidend sei vor allem der richtige
Standort: nicht zu nah am Nachbargrundstück, gut belüftet, mit Bodenkontakt und nicht in der prallen Sonne. Um eine gute Komposterde zu erhalten, sollte das Material feucht, aber nicht zu nass sein.
Solche und viele weitere praktische Tipps erhielten am vergangenen Samstag rund 50 Interessierte am Vortrag «Kompostieren einfach erklärt», organisiert von der Umweltkommission der Stadt Sursee und unterstützt von der Albert Koechlin Stiftung. Vor Ort war auch Franz Schuler, einer der Surseer Garten-
Coaches der Albert Koechlin Stiftung: «Uns kann man weiterhin kostenlos buchen. Wir geben Tipps, wie jeder Garten mit wenig Aufwand etwas naturnaher werden kann».


