Die Stadt Sursee liess eine Strategie für die Entwicklung ihres Ortskerns erarbeiten. Anhand
drei Stossrichtungen zeigt sie auf, wie sich die Altstadt und die Stadtachse von der Altstadt bis
zum Bahnhof künftig entwickeln könnte. Gleichzeitig legt die Stadt fest, welche Themen sie in den nächsten vier Jahren schwerpunktmässig angehen will.
In der Surseer Altstadt treffen Wohnen, Gewerbe, Gastronomie und Freizeit auf engem Raum
aufeinander. Um die unterschiedlichen Interessen und Ansprüche ganzheitlich zu betrachten, hat die Stadt Sursee in den vergangenen Monaten eine Nutzungsstrategie für die Altstadt und die Stadtachse von der Altstadt bis zum Bahnhof erarbeiten lassen. Zwischen diesen beiden Räumen bestehen enge Wechselwirkungen, weshalb sie nicht isoliert betrachtet werden können. Im Fokus stehen die Themen Attraktivierung, Freiraum, Verkehr und Parkierung.
Anhand drei Stossrichtungen zeigt die Nutzungsstrategie auf, wie sich der Surseer Ortskern künftig entwickeln könnte:
― Die Altstadt wohnlicher machen.
― Die Stadtachse als zentrale Flaniermeile etablieren.
― Die Rolle Sursees als Regionalzentrum stärken.
Erarbeitet wurde die Nutzungsstrategie in einem breit angelegten Mitwirkungsverfahren (siehe
Kastentext) – unter der fachlichen Führung von Espace Suisse, dem Schweizer Verband für
Raumplanung, und in enger Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe. In dieser waren neben der Stadt Sursee auch Anwohnende, Eigentümerinnen und Eigentümer, Vertreterinnen und Vertreter der Gastronomie, dem Gewerbe, von Kultureinrichtungen, dem Quartierverein Altstadt und der Ende 202 zurückgezogenen Initiative «Für eine attraktive Altstadt» dabei.
Stadt legt Plan für die nächsten Jahre vor
Die Nutzungsstrategie gibt eine umfassende Aussensicht wieder und ist nicht behördenverbindlich. Sie zeigt auf, wo Handlungsbedarf besteht, und macht Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung dieses
für Sursee wichtigen Stadtteils. «Diese Aussensicht ist für uns sehr wichtig. Die Nutzungsstrategie ist ein zentrales Arbeitsinstrument für die weitere Planung», sagt Bauvorsteher Romeo Venetz.
Auf der Nutzungsstrategie aufbauend hat die Stadt festgelegt, welche Themen sie in den nächsten vier Jahren gezielt angehen will. «Einerseits stellen wir Grundlagen bereit und schaffen stadtintern dienotwendigen organisatorischen Voraussetzungen. Andererseits setzen wir kleinere Massnahmen
bewusst rasch um», so Venetz. Ziel ist es, bereits in diesem Jahr sichtbare Ergebnisse zu erreichen.
Denkbar sind zum Beispiel zusätzliche, saisonale Aufenthalts- und Grünflächen im Sommer oder kleinere Anpassungen bei der Verkehrsführung, um den Durchgangsverkehr in der Altstadt zu reduzieren. «Es ist uns wichtig, verhältnismässige und tragbare Massnahmen umzusetzen, die insbesondere den Bewohnenden wie auch dem Gewerbe zugutekommen.» Die Umsetzung der einzelnen Massnahmen soll schrittweise erfolgen – gezielt und abgestimmt auf laufende und geplante Projekte sowie im Rahmen der verfügbaren personellen und finanziellen Mittel.
Breite Mitwirkung verschiedener Gruppierungen
Die Nutzungsstrategie Altstadt / Stadtachse entstand während eines Jahres in einem mehrstufigen Prozess mit breiter Mitwirkung. Der Stadtrat gab die Strategie in Auftrag, um die Entwicklung der Altstadt und der Stadtachse vom Bahnhof bis zur Altstadt gesamtheitlich zu betrachten. Hintergrund
ist die Ende Dezember 2024 zurückgezogene Initiative «Für eine attraktive Altstadt», welche eine komplett verkehrsfreie Altstadt forderte.
Erarbeitet wurde die Nutzungsstrategie von Espace Suisse, dem Verband für Raumplanung,
gemeinsam mit einer Begleitgruppe. In dieser wirkten neben der Stadt Sursee auch Anwohnende,
Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, Vertreterinnen und Vertreter des Gewerbes, der Gastronomie, des Quartiervereins Altstadt sowie Initiantinnen und Initianten der zurückgezogenen Initiative «Für eine attraktive Altstadt» mit. Die Bevölkerung und weitere Interessierte konnten sich im Frühjahr 2025 an einem öffentlichen Anlass und über eine Umfrage einbringen. Zudem wurden
Umfragen, Workshops und persönliche Gespräche mit Grundeigentümerinnen und
Grundeigentümern sowie Gewerbetreibenden aus dem Gebiet rund um die Altstadt durchgeführt. Die Ergebnisse flossen zusammen mit den Erkenntnissen aus einem sechswöchigen, im Spätsommer
2025 durchgeführten, Pilotversuch in die Nutzungsstrategie ein. Am 4. Februar 2025 fand ein
öffentlicher Informationsanlass statt, an welchem die Ergebnisse präsentiert wurden.
Die Erarbeitung der Nutzungsstrategie wird von Bund und Kanton im Rahmen der Neuen
Regionalpolitik (NRP) finanziell unterstützt.
Mehr Informationen unter: www.sursee.ch in der Rubrik Projekte / Dossier:
Stadtverwaltung Sursee – Nutzungsstrategie Altstadt

