Urner Waldpflege und Holznutzung im Jahr 2025

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Die Urner Forstbetriebe haben im Jahr 2025 rund 375 Hektar Wald gepflegt. (Bild Amt für Forst und Jagd)

Das Amt für Forst und Jagd erstellt zusammen mit der Korporation Uri jährlich die Betriebsabrechnungen der Urner Forstbetriebe. Die Resultate zeigen, dass die Forstbetriebe im Jahr 2025 einem Umsatz von rund 10 Millionen Franken erzielt und 375 Hektar Wald gepflegt haben.

Die Resultate der forstlichen Betriebsabrechnungen 2025 zeigen, dass die Forstbetriebe der Urner Korporationsbürgergemeinden einen Gesamtumsatz von rund 10 Millionen Franken erwirtschafteten. Das Gesamtergebnis beträgt minus 370’000 Franken. Insgesamt behandelten die Betriebe im Rahmen der Waldpflege 27’960 Kubikmeter Holz. Die aus dem Wald genutzte Holzmenge belief sich auf 22’022 Kubikmeter und lag damit rund 10 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Zudem pflegten die Urner Forstleute insgesamt 375 Hektar Wald, davon 332 Hektar Schutzwald. Gleichzeitig investierten die Forstbetriebe rund 1 Million Franken in Gebäude, Maschinen und Erschliessungen.

Holznutzung schafft stabile Wälder
Im Jahr 2025 wurden aus den Wäldern von Kanton und Korporationen insgesamt 22’022 Kubikmeter Holz verkauft. Dies entspricht einer Abnahme von 1’180 Kubikmetern gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich wurde 5’938 Kubikmeter Holz gefällt und im Wald liegen gelassen. Dies vorwiegend bei Waldschäden in abgelegenen Gebieten.

Das aus dem Wald genommene Holz wurde zu 45 Prozent als Stammholz verkauft und zu 48 Prozent als Energieholz verwertet. Dies widerspiegelt sowohl die gestiegene Nachfrage nach Bauholz als auch die weiterhin hohe Nachfrage im Energiebereich.

Die Waldbewirtschaftung im Kanton Uri steht exemplarisch für die Herausforderungen der Bergkantone: Klimawandel, hohe Bewirtschaftungskosten und vielfältige gesellschaftliche Erwartungen treffen aufeinander. «Die Forstbetriebe sorgen dank professioneller Waldpflege dafür, dass der Urner Wald stabil ist und er seine Funktionen als Schutzwald, Lebensraum, Erholungsgebiet und als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffs Holz auch in Zukunft erfüllen kann», führt Kantonsforstmeister Roland Wüthrich aus und ergänzt: «Diese für die Gesellschaft wertvollen Waldleistungen können jedoch nur mit finanzieller Unterstützung durch Beiträge von Bund, Kanton und Korporationen langfristig sichergestellt werden.» Diese Investitionen in die Waldpflege lohnen sich, weil technische Verbauungen im Schutzwald ein Mehrfaches kosten würden.

Waldpflege wird auf Klimawandel ausgerichtet
Die Waldbewirtschaftung im Kanton Uri ist aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse mit hohen Kosten verbunden. Diese betragen durchschnittlich rund 165 Franken pro Kubikmeter. Demgegenüber lag der durchschnittliche Holzerlös über alle Holzsortimente hinweg im Jahr 2025 bei rund 74 Franken pro Kubikmeter. Dieser Wert liegt zwar deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 61 Franken, erlaubt aber weiterhin bei weitem keine kostendeckende Bewirtschaftung des Waldes. Die Einnahmen der Forstbetriebe bestanden im Jahr 2025 zu 38 Prozent aus öffentlichen Beiträgen, zu 39 Prozent aus Erlösen von Dienstleistungen und zu 23 Prozent aus Holzerlösen sowie weiteren Einnahmen.

Der Klimawandel verändert die Zusammensetzung der Wälder und setzt einzelne Baumarten unter Druck. Deshalb fördern der Kanton Uri und die Forstbetriebe im Rahmen der Waldpflege gezielt die Waldverjüngung sowie eine grössere Baumartenvielfalt. Mit Pflanzungen klimafitter Baumarten sollen die Wälder zudem widerstandsfähiger werden und sich besser an die zukünftigen klimatischen Bedingungen anpassen können.

85 Arbeitsplätze im Urner Wald
Insgesamt leisteten die Urner Forstbetriebe 104’601 Arbeitsstunden, was umgerechnet 57 Vollzeitstellen entspricht. Die Urner Forstbetriebe und Forstunternehmen beschäftigen rund 85 Mitarbeitende und bilden 14 Forstwartlernende aus. Sie bieten damit wichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze im ganzen Kanton.

Zusätzlich sichern die Forstbetriebe mit der Vergabe von Aufträgen im Umfang von 3,53 Millionen Franken – vorwiegend an lokale Unternehmen – die Wertschöpfung in weiteren einheimischen Privatbetrieben.

 


Resultate 2025 aus den Betriebsabrechnungen der Urner Forstbetriebe
(Summe über alle Urner Forstbetriebe)

Gesamtumsatz ohne Investitionen:Fr.10’294’087
ErgebnisFr.-369’502
InvestitionenFr.999’584
Einnahmen aus HolzerlösFr.1’627’689
Einnahmen aus forstlichen BeiträgenFr.3’913’869
Einnahmen aus DienstleistungenFr.4’005’382
Einnahmen aus Sachgütern und übrigen ErlösenFr.747’147
Anzahl ArbeitsstundenStd.104’601
Anzahl Beschäftigte Forstfachpersonenca. 85
Behandelte Holzmenge im Urner Waldm327’960
Herausgenommene und verkaufte Holzmengem322’022
Durchschnittlicher HolzerlösFr. / m373,91