Ballett Genf: Urauführung von Marcos Moreaus neuem Ballett „Svatbata“ (19.05.26) in Genf

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Visual „Svatbata“ (c) Trent Park

Marcos Morau, einer der einflussreichsten Choreografen der zeitgenössischen europäischen Tanzszene, inszeniert mit dem Ballett des Grand Théâtre „Svatbata“ – eine kraftvolle und surrealistische Auseinandersetzung mit generationsübergreifenden Ritualen

Alle Rituale sind gewissermaßen Hochzeiten. Und die Hochzeit ist die ursprüngliche Bedeutung von „Svatbata“: ein schwindel-erregender Zusammenfluss von stimmlichen Gesten und gestischen Gesängen, der in jeder Note, jedem Schritt, jeder Modulation
und jeder Variation etwas aussagen kann.

Nach „Sonoma“, einem Werk, das bereits den Stil des spanischen Choreografen Marcos Morau mit seiner kraftvollen und surrealistischen Ästhetik vorwegnahm – eine Mischung aus eindringlichen Bildern, präzisen Bewegungen und rituellen Stimmungen – setzt Marcos Morau mit „Hermana“, Folkå und Totentanz und schließlich mit Svatbata seine Auseinandersetzung mit den verschiedenen visuellen und choreografischen Aspekten des Rituals fort (wobei „na svatbata“ auf Bulgarisch „die Hochzeit“ bedeutet). Als Echo auf eine Gegenwart, in der der Einzelne dazu neigt, seine Identität und Einzigartigkeit hervorzuheben, möchte Marcos Morau mit dieser neuen Kreation an jene ferne Zeit erinnern, in der man eher Gemeinsamkeiten als Unterschiede teilte. Bulgarien, das Bindeglied zwischen Orient und Okzident, wird eine der Inspirationsquellen für diese Arbeit sein.

Nachdem er mit zahlreichen internationalen Kompanien zusammengearbeitet und an renommierten Veranstaltungen wie dem
Festival d’Avignon oder der Biennale von Venedig teilgenommen hat und 2023 von der Fachzeitschrift TANZ als bester Choreograf ausgezeichnet wurde, präsentiert uns Marcos Morau mit „Svatbata“ die Begegnung seiner einzigartigen choreografischen Sprache
mit den herausragenden Tänzern des Ballet du Grand Théâtre de Genève. Bei der Bühnenbildgestaltung arbeitet er erneut eng mit
Marc Salicrù zusammen, dem jüngsten Preisträger des Sonderpreises des Teatre Barcelona.

Mit „Svatbata“ lädt Marcos Morau dazu ein, sich unter einem Sternenhimmel zu versammeln – in einer beliebigen Nacht eines beliebigen Jahres der Geschichte –, um gemeinsam auf die Suche nach dem geheimen Sinn des Daseins zu gehen, das Leben zu feiern und sich den Fragen zu stellen, die die Menschheit seit Anbeginn beschäftigen. Durch die Erforschung menschlicher Klänge und Gesten, durch den Rhythmus der Trommeln und das Vibrieren des Bodens unter den Füßen der Darsteller möchte er diese geheimnisvolle Form hinterfragen, diese Gesten, die die Körper kennen und mit einem seltsamen, von früheren Generationen geerbten Automatismus ausführen. Kein Geheimnis ist reiner als das, das seine eigenen Ursprünge verbirgt.

Bâtiment des Forces Motrices Svatbata – Ballett von Marcos Moreau

(Weltpremiere)

Premiere: 19. Mai 2026, 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen: 20. Mai 2026, 19:00 Uhr
22. und 23 Mai 2026, 20:00 Uhr

Mehr Info: https://www.gtg.ch/saison-25-26/svatbata/

Dieser Beitrag wurde am von unter kultur allgemein, musik/theater/ausstellungen, schweizweit veröffentlicht.

Über Leonard Wüst

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