Budget 2027: Stadt Sursee rechnet mit Ertragsüberschuss

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Stadt Sursee

Am Finanzhimmel der Stadt Sursee zeichnen sich erste Silberstreifen ab. Das Budget 2027 der
Stadt Sursee weist ein Plus von rund 1,7 Millionen Franken aus. Diese Prognose stützt sich auf
eine Kombination aus einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung, einer vorausschauenden
Finanzpolitik sowie einer konsequenten Ausgabendisziplin. Im kommenden Jahr sieht die Stadt
Nettoinvestitionen von 17,1 Millionen Franken vor.
Die Stadt Sursee entwickelt sich positiv. Das Budget 2027 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 1,7 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 1.85 Einheiten. Die finanzielle
Entwicklung zeigt, dass die in den vergangenen Jahren getroffenen finanzpolitischen Massnahmen Wirkung entfalten.
Positive Auswirkungen für das Budget
Das erfreuliche Budgetergebnis ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Einerseits profitiert die Stadt Sursee von höheren Erträgen aus der OECD-Mindeststeuer, den positiven Auswirkungen der Teilrevision des kantonalen Finanzausgleichs sowie einem weiterhin erfreulichen Wachstum der ordentlichen Steuererträge. Die weitere Entwicklung der Erträge aus der OECD-Mindeststeuer lässt sich noch nicht absehen. Im Planjahr 2028 wird mit einem tieferen Ertrag gerechnet. Bei den ordentlichen Steuereinnahmen werden im Aufgaben- und Finanzplan ab 2028 die letzten Auswirkungen der Steuergesetzrevision 2025 berücksichtigt.
Andererseits zeigt sich, dass die in den vergangenen Jahren konsequent verfolgte Kosten- und
Ausgabendisziplin Wirkung entfaltet. Der Stadtrat hat die beeinflussbaren Ausgaben bewusst
zurückhaltend budgetiert und deren Wachstum auf das Notwendige beschränkt. Zusammen mit der im Jahr 2025 beschlossenen Steuererhöhung ermöglicht dies nun deutlich positive Prognosen. Diese Entwicklung trägt wesentlich dazu bei, die finanzielle Situation der Stadt Sursee zu stabilisieren und den Handlungsspielraum für die Zukunft zu sichern.
Kostensteigerungen im Sozialbereich
Trotz des erfreulichen Gesamtergebnisses ist weiterhin ein Anstieg der gebundenen, von der Stadt Sursee nicht beeinflussbaren Kosten festzustellen. Besonders ausgeprägt zeigt sich diese Entwicklung im Aufgabenbereich Soziales und Gesundheit. Die Kostensteigerungen sind insbesondere auf höhere Beiträge an den Kanton für die individuelle Prämienverbilligung, die Ergänzungsleistungen sowie die
Finanzierung sozialer Einrichtungen zurückzuführen. Gleichzeitig steigen auch die Aufwendungen im Bereich der wirtschaftlichen Sozialhilfe sowie bei den Restkosten für die ambulante und stationäre
Pflege kontinuierlich an. Diese Kosten sind weitgehend durch übergeordnetes Recht oder kantonale Vorgaben bestimmt.
Umso erfreulicher ist es, dass sich praktisch sämtliche weiteren Aufgabenbereiche im Rahmen des Budgets 2026 bewegen oder teilweise sogar leicht besser abschliessen. Dies zeigt, dass die
städtischen Bereiche die finanzpolitischen Vorgaben ernst nehmen und ihren Beitrag zur Stabilisierung des Finanzhaushalts leisten. Bezogen auf das Budget 2027 positiv hervorzuheben ist der Aufgabenbereich Bildung. Trotz steigender Personalaufwendungen weist dieser Bereich praktisch keine Kostensteigerung aus. Die Mehrkosten konnten durch eine konsequente Kostenkontrolle beim Sachaufwand sowie durch höhere Beiträge der Gemeinden des Sekundarschulkreises infolge höherer
Anzahl Lernenden weitgehend kompensiert werden.
Investitionen ins AltersZentrum und ins Schulhaus St. Martin
Die Stadt investiert weiterhin gezielt in ihre Zukunft. Im Jahr 2027 sind Bruttoinvestitionen von rund 18,7 Millionen Franken vorgesehen. Die grössten Positionen entfallen auf den Ersatzneubau des AltersZentrums St. Martin mit 8,2 Millionen Franken sowie auf die Erweiterung des Schulhauses St. Martin mit 5,8 Millionen Franken. Diese Investitionen schaffen die Voraussetzungen für eine
zeitgemässe Infrastruktur und stellen sicher, dass die Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerungauch künftig erfüllt werden können.
«Finanzielle Ressourcen mit Augenmass einsetzen»
«Der Stadtrat wird seinen finanzpolitischen Kurs auch in Zukunft konsequent weiterführen», sagt Urs Koch, Finanzvorsteher der Stadt Sursee. Die positiven Ergebnisse dürften nicht darüber
hinwegtäuschen, dass die anstehenden Investitionen den Finanzhaushalt auch in den kommenden Jahren stark beanspruchen werden. «Umso wichtiger bleibt es, Investitionen sorgfältig zu prüfen,
Leistungen regelmässig zu hinterfragen und die vorhandenen finanziellen Ressourcen mit Augenmass einzusetzen», so Koch.
Mit dem Budget 2027 sowie dem Aufgaben- und Finanzplan der kommenden Jahre sei es gelungen, die finanzielle Ausgangslage der Stadt Sursee zu verbessern, sagt Koch weiter. Diese Entwicklung schaffe Vertrauen, biete den finanziellen Handlungsspielraum und bilde eine wichtige Grundlage, damit
sich Sursee auch in Zukunft massvoll, nachhaltig und qualitativ hochwertig weiterentwickeln könne. Urs Koch: «Der Stadtrat ist überzeugt, mit dem vorliegenden Budget den eingeschlagenen Weg einer
nachhaltigen und verlässlichen Finanzpolitik konsequent weiterzuführen. Die positiven Prognosen sind das Ergebnis einer konsequenten Finanzpolitik, einer erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung und der
Bereitschaft, finanzielle Herausforderungen frühzeitig anzugehen.»