Mitteilungen der Urner Staatskanzlei

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Kanton Uri

Ermächtigung zur Erhebung von Ordnungsbussen auf der landwirtschaftlichen Erschliessungsstrasse Spiss-Bittleten-Waldi
Der Regierungsrat hat Monika Gisler, Bürglen, und Markus Arnold, Altdorf, ermächtigt, bei Übertretungen von Verkehrsbeschränkungen auf der landwirtschaftlichen Erschliessungsstrasse Spiss-Bittleten-Waldi, Gemeinde Bürglen, Ordnungsbussen zu erheben. Die Ermächtigung von Hans Arnold, Schattdorf, und Alois Arnold, Bürglen, zur Erhebung von Ordnungsbussen wurde aufgehoben.

Gurtnellen: Die Staatsanwaltschaft Uri und die Kantonspolizei Uri teilen mit – Mutmassliche Einbrecher festgenommen
Am Sonntag, 1. November 2026, kurz vor 21.00 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Uri die Meldung zu einem mutmasslichen Einbruch auf dem Gelände einer Firma an der Fabrikstrasse in Gurtnellen ein. Die umgehend ausgerückten Patrouillen konnten fünf Personen, allesamt männliche rumänische Staatsbürger im Alter zwischen 21 und 52 Jahren, feststellen, die sich mutmasslich widerrechtlich Zutritt zum Firmengelände verschafft hatten. Alle wurden vorübergehend festgenommen. Der genaue Sachverhalt wird durch die Kantonspolizei Uri, unter Leitung der Staatsanwaltschaft Uri, ermittelt.

«Goldener Uristier» geht an Fredy Burkart und Fredy Schön
Der Regierungsrat verleiht Fredy Burkart und Fredy Schön, beide Altdorf, den «Goldenen Uristier» 2026. Er würdigt damit ihr langjähriges Engagement zugunsten der Urner Kulturszene, insbesondere für das Urner Theater. Die Verleihung findet am 9. Januar 2027 im Haus für Kunst Uri statt.

Seit 2011 verleiht der Urner Regierungsrat den «Goldenen Uristier» und würdigt damit ausserordentliche Leistungen zugunsten der Urner Kultur. Er ehrt damit im Besonderen das langjährige und ehrenamtliche Engagement, mit dem zahlreiche Personen und Vereine zum reichhaltigen und vielfältigen Kulturleben in Uri beitragen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung gleich an zwei Personen: Fredy Burkart und Fredy Schön. «Die Auszeichnung ist ein Zeichen der Wertschätzung der Regierung für ihr jahrzehntelanges Engagement zugunsten der Theater- und Musikszene in Uri», so Bildungs- und Kulturdirektor Georg Simmen. «Auf und hinter der Bühne haben beide – in verschiedenen Projekten sogar gemeinsam – einen massgeblichen Beitrag dazu geleistet, dass sich die Urner Kulturszene heute so vielfältig präsentiert.» So waren sowohl Fredy Burkart als auch Fredy Schön an der Gründung der Marionettenbühne Gelb-Schwarz beteiligt und prägten die Tellspiele während mehrerer Spielzeiten.

Fotograf, Gestalter und Bühnenbauer

Fredy Burkart

Fredy Burkart machte sich in den vergangenen Jahrzehnten als Fotograf, Ausstellungs- und Bühnenbauer sowie als Gestalter zahlreicher Marionetten und Abzeichen einen Namen. 2010 gestaltete er beispielsweise die Ehrennadel «Goldener Uristier», die er nun selbst erhält. Fredy Burkart absolvierte eine Lehre als Fotograf bei Richard Aschwanden und gründete später gemeinsam mit Robi Gisler und Karl Iten das Werbestudio 3. Als Fotograf illustrierte er zahlreiche Bücher, darunter auch Werke wie «Adieu Altes Uri» und «Uri – Land am Gotthard». Bei mehr als 50 Theaterproduktionen steuerte er den Bühnenaufbau oder Requisiten bei. Als Gründungsmitglied der Theatergruppe «Momänt&Co» verantwortete er insbesondere bei deren Produktionen den Bühnenbau, unter anderem beim Projekt «Grenzlauf». Auch die Sprechoper «Attinghausen», das Theater Uri (bspw. «Ab dr Stangä»), das Kollegitheater oder die Bühne 66 profitierten vom Können von Fredy Burkart. Er steuerte Marionetten zum «Urner Krippenspiel» bei, gestaltete die «Altdorfer Ehrenmedaille», die er 2010 erhielt, und war bei zahlreichen weiteren Kulturprojekten aktiv mit dabei. Von 1994 bis 2004 war Fredy Burkart Mitglied der Altdorfer Kulturkommission, die in dieser Zeit unter anderem die Ausstellung «Memento» im öffentlichen Raum organisierte. Von 1979 bis 2006 war er technischer Leiter des Tellspielhauses respektive des nachmaligen Theater Uri.

Sänger und Theaterspieler

 

Fredy Schön

 

Der gelernte Kaufmann Alfred (Fredy) Schön war schön früh der Musik und dem Theater zugetan. Seit 1971 ist er in verschiedenen Rollen in den Tellspielen zu sehen – unter anderem als «Gessler», «Stauffacher» und zuletzt als «Freiherr von Attinghausen». Während knapp 20 Jahren war er im Vorstand der Tellspielgesellschaft aktiv, davon neun Jahre als deren Präsident. Von 1979 bis 1994 war er verantwortlich für die Organisation der Spielsaison der Tellspiele, zu denen Fredy Burkart mehrfach die Bühnenbilder beisteuerte. In seiner Präsidialzeit starteten auch die Arbeiten für die Übergabe des Tellspielhauses an die Gemeinde Altdorf, welche von seinem Nachfolger Roby Arnold zu Ende gebracht wurde. Damit wurde der Grundstein für das heutige Theater Uri gelegt. Fredy Schön wurde für seine Verdienste zum Ehrenpräsidenten der Tellspielgesellschaft ernannt. Der Altdorfer Kaufmann zählt zu den Mitgründern des Forum Musikbühne Uri, welches in regelmässigen Abständen Operetten aufführt. Während fast 40 Jahren sang er im Kirchenchor Bruder Klaus mit. 1991 erhielt Fredy Schön die Altdorfer Medaille. Während rund 30 Jahren besuchte Fredy Schön zudem als Samichlaus Altdorfer Haushalte, stand mehrere Jahre dem Lehnstaat vor und engagiert sich als Beistand weiterhin sozial. Seit 2004 führt er die von seinem Vater gründete Stiftung zur Unterstützung kultureller und sozialer Projekte in Uri.

Der «Goldene Uristier» wird am 9. Januar 2027, 17.00 Uhr, im Rahmen einer öffentlichen Feier im Haus für Kunst Uri überreicht.

Goldener Uristier

Seit 2011 verleiht der Urner Regierungsrat die Ehrennadel Goldener Uristier, gestaltet durch Fredy Burkart. Sie wird an Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen, die ein nachhaltiges Werk geschaffen und sich für das Urner Kulturleben ausserordentlich verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wurde anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Kunst- und Kulturstiftung Uri ins Leben gerufen. Ehrenurkunde und Nadel werden jeweils anlässlich der Urner Jahresausstellung im Rahmen einer Feier überreicht. Bisher an folgende Persönlichkeiten: Peter Baumann, Altdorf; Kurt Zurfluh, Altdorf; Franz Pfister, Luzern/Altdorf; Dr. Max Dätwyler, Altdorf; Josef Herger-Kaufmann, Altdorf; Hans Danioth, Altdorf; Kari Danioth, Andermatt; Dr. Hans Stadler, Attinghausen; Lory Schranz, Altdorf; Jonny (Ernst) Gisler, Bürglen; Hansjörg Felber, Altdorf; den Verein Kellertheater im Vogelsang; das Ehepaar Marco und Anita Schenardi-Arnold, Altdorf; Stefan Fryberg, Altdorf, Erich Herger, Bürglen, sowie Barbara Bär-Hellmüller, Altdorf.

Urner Alpenpässe: Am Gotthardpass gilt die Wintersperre
Das Bundesamt für Strassen ASTRA teilt mit, dass am Gotthardpass zwischen Hospental und Airolo am Donnerstag, dem 5. November 2026, um 08.00 Uhr, die Wintersperre verhängt wird. Bereits seit Montag, 2. November 2026, nicht mehr passierbar sind der Wander- und Veloweg in der Schöllenen. Damit sind mit dem Gotthard-, Susten- und Furkapass drei der fünf Urner Alpenpässe geschlossen. Der Oberalppass und der Klausenpass sind bis auf Weiteres normal befahrbar.

Um sicher zu gehen, empfiehlt die Baudirektion Uri, vor jeder Passfahrt den aktuellen Strassenzustand unter www.ur.ch/strasseninfos abzurufen.

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Über Leonard Wüst

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