Die Urner Krankenkassenprämien 2027 steigen moderater an

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Krankenkassenprämie Symbolbild Foto Max Tinner

Auch im nächsten Jahr steigen die Krankenkassenprämien schweizweit zum wiederholten Mal an, so auch im Kanton Uri. Der Anstieg fällt aber moderater aus und liegt unter dem schweizerischen Durchschnitt. Auf Kantons- und Bundesebene sind Massnahmen eingeleitet, um den Prämienanstieg weiter zu dämpfen.

Moderatere Urner Prämienerhöhungen im Schweizer Vergleich

Der Prämienanstieg im Kanton Uri beträgt 2027 durchschnittlich 4,5 Prozent. Dies ist tiefer als letztes Jahr (+ 5,4 %) und liegt im Gegensatz zu den beiden Vorjahren wieder unter dem Schweizer Durchschnitt (+ 5,0 %). Urnerinnen und Urner müssen im Jahr 2027 im Schnitt 13.70 Franken monatlich mehr für ihre Krankenkassenprämie bezahlen. Der Kanton Uri zählt weiterhin zu den drei Kantonen mit den tiefsten Krankenkassenprämien.

Gründe für die Prämienentwicklung im Kanton Uri

Die Krankenkassenprämien sind ein Abbild der Kosten in der obligatorischen Grundversicherung (OKP). Seit 2023 sind auch die Urner Prämien stark angestiegen. Seit 2026 fällt der Anstieg moderater aus. Das ist nicht zuletzt auf die Bemühungen um eine zweckmässige Urner Gesundheitsversorgung sowie auf das kostenbewusste Verhalten der Urner Bevölkerung zurückzuführen. Der Kanton Uri prüft laufend Massnahmen zur Kostenoptimierung im Gesundheitswesen. Dazu gehört insbesondere die Stärkung von integrierten Versorgungsmodellen. Aktuell prüfen eine Versicherungsgesellschaft, das Kantonsspital Uri und mehrere Arztpraxen auf Initiative des Kantons gemeinsam die Möglichkeiten für ein regionales Versorgungsnetzwerk. Auch die Gesundheitsstrategie 2027+ befasst sich mit mehreren Stossrichtungen, die direkten Einfluss auf die Kostenentwicklung haben werden. Die neue Strategie wird der Öffentlichkeit im Herbst 2027 vorgestellt.

Dennoch schreitet das Kostenwachstum in der OKP aus verschiedenen Gründen weiter voran. Die Alterung der Gesellschaft, der medizinisch-technische Fortschritt und die steigenden Ausgaben für Medikamente und ambulante Behandlungen sind Gründe dafür. Faktoren wie die allgemeine Teuerung, die erhöhten Aufwände der Leistungserbringer angesichts des Fachkräftemangels oder das Wechselverhalten der Versicherten sind ebenfalls Kostentreiber und können von der Gesundheitspolitik nicht beeinflusst werden.

Kostendämpfende Massnahmen auf Bundes- und Kantonsebene

Auf Bundesebene stehen grössere Reformen an, um das Kostenwachstum einzudämmen und die Prämienbelastung für die Bevölkerung zu reduzieren. Die Umsetzung des indirekten Gegenvorschlags zur Prämien-Entlastungs-Initiative, die 2026 in Kraft getreten ist, bewirkt, dass die Kantone einen Mindestbeitrag an die Prämienverbilligung leisten müssen. So wird der Kanton Uri auch im kommenden Jahr rund 1,5 Millionen Franken an zusätzlichen Prämienverbilligungen ausgeben müssen. Insgesamt werden rund 22 Millionen Franken individuelle Prämienverbilligungen ausbezahlt. Davon trägt der Kanton einen Anteil von rund 6 Millionen Franken.

Im Weiteren sollen mit der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS, Inkrafttreten 1. Januar 2028) unter anderem die Hindernisse für eine kostendämpfende Verlagerung in den ambulanten Bereich aus dem Weg geräumt werden. Auch die vom Bund initiierten Kostendämpfungspakete (beispielsweise zu Medikamentenpreisen) sollen ihre Wirkung zeigen.

Veröffentlichung der Prämien 2027

Am 29. September 2026 hat das BAG die Krankenkassenprämien für das Jahr 2027 bekannt gegeben. Dabei wurden die Prämien aller Versicherer mit den unterschiedlichen Sparmodellen, Franchisen und Alterskategorien veröffentlicht. Die Prämien für den Kanton Uri können unter www.ur.ch/krankenkassenpraemien abgerufen werden.